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"Eine stabile Gewichtsreduzierung ist nur zu erreichen, wenn sich die Essgewohnheiten und der Lebensstil langfristig ändern." (Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de)
„Eine stabile Gewichtsreduzierung ist nur zu erreichen, wenn sich die Essgewohnheiten und der Lebensstil langfristig ändern." (Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de)
Starke Schwankungen von Gesundheitswerten bringen Herz in Gefahr

Bestimmte Werte wie Blutzucker, Cholesterin, Blutdruck und Körpergewicht haben besonders große Auswirkungen auf unsere Gesundheit, insbesondere auf das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Studie hat nun untersucht, in wie weit größere Schwankungen dieser Werte das Risiko für Herzinfarkt, Schlanganfall und Sterblichkeit beeinflussen. Und dabei zeigte sich: Variieren diese Werte stark, kann es gefährlich werden.

Das Deutsche Ärzteblatt zitiert den Jo-Jo-Effekt, der eine „unerwünschte Gewichtszunahme nach dem Ende einer Reduktionsdiät bezeichnet“. Diese Jo-Jo-Effekt sieht das Blatt auch in Bezug auf Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck. Große Schwankungen brächten eben nicht nur beim Gewicht sondern auch bei den anderen drei Werten ein erhöhtes Risiko für Herz und Kreislauf.

Ausgewertet wurden die Daten von annähernde 6,75 Mio. Menschen, die nicht an Diabetes, Bluthochdruck oder Dyslipidämie (Erhöhung der Cholesterinwerte) erkrankt waren. In der Zeit zwischen 2005 und 2015 wurden diese Personen dreimal untersucht, wobei die vier obergenannten Körperwerte erfaßt wurden. Danach wurden die Studienteilnehmer in Gruppen 0 - 4 eingeteilt, die die Variabilität der Veränderungen ausdrückten: die höchste Gruppe 4 bedeutete, dass in allen vier Parametern eine hohe Veränderung fest gestellt wurde.

Während der Beobachtungszeit wurden 57.785 Todes-, 22.498 Schlanganfall- und 21.452 Herzinfarktfälle registriert. Starke Schwankungen in jeweils einem der vier Körperwerte ließ das Risiko für Sterblichkeit, Schlaganfall und Herzinfarkt zunehmen und mit der Anzahl der Werte, die stark variierten, erhöhte sich dieses Risiko weiter.

Der Vergleich der Gruppe 0 (also keine Schwankungen in keinem der Parameter) mit der Gruppe 4 (also starke Schwankungen in allen vier Werten) stieg das Sterberisiko um durchschnittlich 127 (zwischen 113 und 142)%, das Herzinfarktrisiko um  durchschnittlich 43 (zwischen 25 und 64)% und das Schlaganfallrisiko  um durchschnittlich 41 (zwischen 25 und 60)%.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass starke Schwankungen von Gewicht, Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin sich negativ auf Leber-, Nieren- und Infektionskrankheiten auswirken. Das bedeute auch, dass der sogenannte Jo-Jo-Effekt beim Gewicht nicht zu einem Ausgleich der Vor- und Nachteile von Gewichtsverlust oder -zunahme führe.

10.10.2018 cs / Quelle: CIRCULATIONAHA.

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