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Wer viele Stunden arbeitet, macht sein Herz kaputt

Die 70-Stunden-Woche - für manche ist die Dauer ihrer Arbeitszeit eine Bestätigung ihrer eigenen Wichtigkeit. Und nicht wenige steigen mit Wollust darauf ein, Höchstbietender im Gerangel um den stressigsten Job zu sein. Doch lange Arbeitszeiten fordern ihren Tribut. Eine Studie belegt, dass 55 Arbeitsstunden und mehr dem Herz schadet und zum sogenannten Vorhofflimmern führen kann.

Vorhofflimmern ist eine gefährliche Erkrankung. Bei Vorhofflimmern ist der Herzrhythmus aus dem Takt geraten - die Tätigkeit der Herzvorhöfe ist gestört. Damit erhöht sich das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt und damit auch das Sterblichkeitsrisiko.

In der Studie wurden die Daten von 85.494 Frauen und Männern mit einem Durchschnittsalter von 43,4 Jahren wurden über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgewertet. Keine der Personen litt zu Beginn der Untersuchung an Vorhofflimmern. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes wurden 1061 neue Erkrankungen an Vorhofflimmern diagnostiziert. Oder anders ausgedrückt: 12,4 Fälle pro 1.000 Personen. 

Die Arbeitszeit pro Woche wurde in verschiedene Klassen eingeteilt: weniger als 35 Stunden, 35 - 40 Stunden - wurde als Standardarbeitszeit festgelegt, 41 - 48 Stunden, 49 - 54 Stunden sowie mehr als 55 Stunden. Mehr als 55 Stunden die Woche arbeiteten 4.484 Menschen. In dieser Gruppe lag das Erkrankungsverhältnis bei 17,4 pro 1.000 Personen. 

Professor Mika Kivimaki vom University College London, der die Studie geleitet hat, kommentiert das so: „Wer mehr als 55 Stunden in der Woche arbeitet ist um 40% mehr gefährdet, Vorhofflimmern zu entwickeln.“ Und drückt das noch einmal anders aus: „Wer sehr lange arbeitet hat ein 1,4-fach erhöhtes Risiko, an Vorhofflimmern zu erkranken.“

Warum sich langes Arbeiten so negativ auf das Herz auswirken, ist noch nicht abschließend geklärt. Verschiedene andere Studie haben aber gezeigt, dass Belastung mit Stress als Auslöser von Vorhofflimmern gelten kann.

cs 17.7.2017, Quelle: ESC

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