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Luftverschmutzung für Herzerkrankungen verantwortlich

Die Verschmutzung unserer Luft wird immer deutlicher als Auslöser von Krankheiten identifiziert. Studien haben bereits nachgewiesen, dass insbesondere Autoabgase für Herzattacken und Schlaganfälle sowie Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs verantwortlich sind. Eine neue Untersuchung belegt nun, dass die Schmutzpartikel in der Luft auch das Risiko für wiederholte Krankheitsvorfälle steigern.

Die Studie zeigt, dass Herzpatienten, die in hoch belasteten Gegenden wohnen, wesentlich öfter einen zweiten Herzanfall erleiden wie diejenigen, die in wenig belasteten Gegenden leben. Dr. Yariv Gerber, der die Untersuchung an der Universität von Tel Aviv leitet, stellt Luftverschmutzung auf eine Ebene mit dem Rauchen von Zigaretten. Beide würden das Entzündungsgeschehen im Körper reizen. Weil das zu chronischen Entzündungen führe, sei auch Luftverschmutzung an dem Voranschreiten von Arteriosklerose und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt.

Überwacht wurden 1120 Patienten mit einem ersten Herzinfarkt im Alter von unter 65 Jahren zwischen den Jahren 1992 bis 2011. Patienten mit einem Wohnort, die in einer stark von Luftverschmutzung belasteten Gegend wohnten, hatten ein um 43 Prozent höheres Risiko einen zweiten Herzinfarkt oder ein um 46 Prozent höheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden als die Patienten, die nur geringer Luftverschmutzung ausgesetzt waren. Außerdem waren diejenigen, die sehr unter Luftverschmutzung zu leiden hatten, um 35 Prozent mehr bedroht, innerhalb der ihrem ersten Herzinfarkt folgenden 20 Jahre zu sterben.

Gerber warnt, dass die negativen Auswirkungen der Luftverschmutzung noch viel stärker sein könnten, als die Studie zeige. Denn die von ihnen verwendeten Messmethoden hätten ihre Beschränkungen gehabt.

wanc 22.06.2012/ Quelle: EurekAlert

 
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