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Ein Mangel an Magnesium kann insbesondere bei Herzpatienten zu Herzrhythmusstörungen führen (Foto: Radka Schöne / pixelio.de)
Ein Mangel an Magnesium kann insbesondre bei Herzpatienten zu Herzrhythmusstörungen führen (Foto: Radka Schöne / pixelio.de)
Wann ein Mangel an Magnesium dem Herz gefährlich werden kann

Spurenelemente sind für den Menschen lebenswichtig. Magnesium ist eines davon. Wenn es fehlt, dann leidet das Herz darunter. Besonders gefährlich kann ein Mangel für Menschen mit vorgeschädigtem Herzen sein. Denn dann können sich Herzrhythmusstörungen einstellen.

Unser Körper braucht Magnesium dringend. Beispielsweise für die Funktion von Muskeln und Nervenzellen. Insgesamt sind mehr als 300 Körperreaktionen auf Magnesium angewiesen. Magnesium ist das am vierthäufigsten vorkommende Mineral im menschlichen Körper. Besonders unser Herz kommt ohne den Mineralstoff nicht aus. Magnesium steuert dort Prozesse, die die Herzaktion unmittelbar beeinflussen. „Es ist seit langem bekannt, dass Magnesiummangel zu Herzrhythmusstörungen führen kann“, betont Prof. Klaus Kisters vom St. Anna Hospital in Herne. „Umgekehrt können durch die Verabreichung von Magnesium Herzrhythmusstörungen verhindert oder beseitigt werden.“

Wichtig ist die ausreichende Versorgung mit Magnesium vor allem für Menschen mit Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Kisters mahnt vor allem vor Verengungen der Herzkranzgefäße, einen früheren Herzinfarkt oder eine Pumpschwäche des Herzmuskels. Einige Probleme bereiten auch Medikamente, wie Allergiemittel mit den Wirkstoffen Diphenhydramin und Clemastin. In all diesen Fällen sei eine ausreichende Magnesiumzufuhr eine überlebensschützende Maßnahme.



Magnesium findet sich in Blattgemüse wie Spinat, aber auch Bohnen und Erbsen, Nüsse und Samen oder Vollkornbrot. In der Regel sind die meisten Menschen mit genügend Magnesium versorgt. Ein Mangel kann sich bei Darmkrankheiten, einem zu hohen Alkoholkonsum, einer schlechten Magnesiumverwertung oder einer zu hohen Magnesiumausscheidung einstellen. Das ist fast immer der Fall, wenn zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzkrankheiten harntreibende Mitteln verschrieben werden.

Kisters weist auf weitere Gefahrenanlässe hin: das Herzmittel Digitalis, bestimmte Antibiotika, Pilzmittel, Immunsuppressiva, Zytostatika und Medikamente zur Vorbeugung der Osteoporose. Ein Magnesiummangel zeigt sich durch Muskelkrämpfe, motorische Unruhe, erhöhte Erregbarkeit, schnelle Ermüdung, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmung und Schlafstörungen.

Wird der Mangel durch andere Medikamente oder eine Nierenerkrankung hervor gerufen, lässt er sich laut Küsters nicht durch eine gesunde Ernährung ausgleichen. In diesen Fällen müsse Magnesium in Form von Magnesium-Tabletten oder durch eine intravenöse Therapie zugeführt werden. Den Normbereich für  Magnesium liegt laut Deutscher Herzstiftung zwischen 0,7 bis 1,05 mmol/l (Millimol pro Liter - bezeichnet die Konzentration eines Stoffes im Blut).


Berliner Ärzteblatt 12.06.2013/ Quelle: DMW 2013
Herzrhythmusstörungen: Auch eine kurzzeitige Medikamentengabe kann helfen

Magnesiummangel: Nicht immer ein Ernährungsproblem

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