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Rauchen schafft Metaboliten, das sind gesundheitsgefährliche Stoffwechselprodukte (Foto: Stock photo)
Rauchen schafft Metaboliten, das sind gesundheitsgefährliche Stoffwechselprodukte (Foto: Stock photo)
Wer mit dem Rauchen aufhört, beendet viele gesundheitsschädigende Vorgänge im Körper

Rauchen verändert Vorgänge im Körper. Vor allem greift es so in manche Stoffwechselvorgänge ein, so dass dadurch beispielsweise Krebs entstehen kann oder Herz und Kreislauf Schaden nehmen. Jetzt haben Wissenschaftler heraus gefunden, dass einige dieser gefährlichen Veränderungen rückgängig gemacht werden können, wenn man mit Rauchen aufhört.

Wer vom Rauchen spricht, spricht von Gesundheitsschäden. Denn Rauchen greift nahezu jedes Organ des Körpers an. Vor allem Lunge und Atemwege leiden darunter. Besonders betroffen sind aber auch Herz, Kreislauf, Zähne und Mund, Verdauung, Knochen, Geschlechtsorgane. Im Durchschnitt soll das Rauchen 10 Jahre Lebenszeit kosten.

Was das Rauchen so gefährlich für die Gesundheit und vor allem für Herz und Kreislauf macht? Nikotin verändert die Produkte des Stoffwechsels. Durch das Rauchen entstehen entartete Stoffwechselprodukte, die sogenannten Metaboliten, die in erhöhter Konzentration schädlich sein können. In der Region Augsburg wurden von 1.241 Bewohnern Blutproben ausgewertet, die die einzelnen Personen als Raucher, Nichtraucher oder Ex-Raucher auswiesen. Das fand zwischen 1999 und 2001 statt und dann sieben Jahre später noch einmal.

Dabei konnten die Wissenschaftler 21 Metaboliten identifizieren, die eindeutig auf das Rauchen zurück zu führen sind. Diese stammen überwiegend aus dem Stoffwechsel von Aminosäuren und Fetten, die durch das Rauchen verändert wurden. 19 dieser Metaboliten lassen sich rückgängig machen, wenn Raucher das Zigarettenqualmen aufgegeben hatten. Das galt insbesondere für Stoffwechslprodukte aus dem Harnstoffzyklus sowie von modifizierten Fetten, wie Phosphatidylcholin. Insbesondere dafür ist der direkte Zusammenhang mit dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nachgewiesen.

Die Wissenschaftler betonen nun, dass "ein Nikotinverzicht zu jedem Zeitpunkt sinnvoll ist und eine Reduktion des gesundheitlichen Risikos bedeutet".

Berliner Ärzteblatt 05.03.2013/ Quelle: BMC Medicine 2013
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