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Wer nicht ein- oder durchschlafen kann, kann eher einen Schlaganfall erleiden (Foto:TK-Pressefoto 8512001377))
Wer nicht ein- oder durchschlafen kann, kann eher einen Schlaganfall erleiden (Foto:TK-Pressefoto 8512001377))
Schlafstörungen erhöhen die Gefahr für einen Schlaganfall

Schlafstörungen können sich negativ auf das Gehirn, die Psyche und das Herz auswirken. Besonders große Gefahren für Herzinfarkt und Schlaganfall sehen Ärzte, wenn der Schlaf durch Atemaussetzer bzw. Atemstillstände - das sogenannte Schlafapnoe-Syndrom - gestört wird. Doch nun belegt eine Studie, dass Ein- und Durchschlafstörungen - medizinisch Insomnie genannt - schon allein ein großes Risiko für einen Schlaganfall darstellt. Besonders gefährdet sind anscheinend jüngere Menschen.

Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Schlaganfall an 21.438 Personen mit Insomnie und 64.314 Personen ohne Insomnie. Innerhalb der vierjährigen Überwachungszeit erlitten in der Insomniegruppe 583 und in der Nicht-Insomniegruppe 962 Personen einen Schlaganfall. Im Vergleich der beiden Gruppen lag die Gefahr der Menschen mit Schlafstörungen um im Durchschnitt 54% höher einen Schlaganfall zu erleiden als bei den Menschen ohne Schlafstörungen.

Die Auswertung der Daten ergab, dass jüngere Menschen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren am meisten durch Schlafstörungen gefährdet waren. Bei ihnen lag das Risiko für einen Schlaganfall um das achtfache über dem von Gleichaltrigen ohne Schlafstörungen. Mit zunehmendem Alter sinkt die Gefahr und ist bei über 65-jährigen noch um 71% erhöht.

Männer und Frauen mit Schlafstörungen haben ein etwa gleich hohes Risiko. Wer unter Diabetes und gleichzeitig unter Schlafstörungen litt, war häufiger von einem Schlaganfall betroffen. Das gleiche galt für Personen, die ständig mit Schlafstörungen kämpften im Vergleich zu denjenigen, die diese Probleme nur ab und zu hatten.

Allerdings gab es Faktoren, die  das Risiko drastisch steigerten, nach einem durch Schlaflosigkeit hervor gerufenen Schlaganfall auch zu sterben. Das war insbesondere bei zusätzlichen Erkrankungen der Fall. So wurde das Sterberisiko durch Hyperlipidämie (erhöhte Blutfettwerte), Depressionen, Bluthochdruck, Herzflimmern und Diabetes mellitus erhöht.

Berliner Ärzteblatt 14.04.2014/ Quelle: Stroke

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