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Therapietreue zahlt sich auch bei Bluthochdruckpatienten aus: Das Schlaganfallrisiko sinkt (Foto: ABDA)
Therapietreue zahlt sich auch bei Bluthochdruckpatienten aus: Das Schlaganfallrisiko sinkt (Foto: ABDA)
Patienten mit Bluthochdruck: Wer seine Medikamente nicht regelmäßig einnimmt, bekommt eher einen Schlaganfall

Patienten mit hohem Blutdruck, sollten ihre Medikamente regelmäßig einnehmen. Denn eine Untersuchung belegt, dass diejenigen, die das nicht tun und bei ihrer Therapie schlampen, ein wesentlich höheres Risiko tragen, einen Schlaganfall zu bekommen und daran auch zu sterben, als die, die sich an die Einnahmevorschriften halten.

Beobachtet wurden 73.527 Hypertoniker im Alter von 30 Jahren und darüber zwischen 1995 und 2007. Keiner der Patienten hatte vorher einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten. In dem Beobachtungszeitraum wurden 24.560 Patienten wegen eines Schlaganfalles ins Krankenhaus eingeliefert, 2.144 starben in Folge eines Schlaganfalles.

Nahmen Bluthochdruckpatienten ihre Medikamente nicht regelmäßig ein, dann stieg ihr Risiko nach zwei Jahren auf das 3,81-Fache an einem Schlaganfall zu sterben im Vergleich zu denen, die ihre Medikamente richtig einnahmen. Nach zehn Jahren betrug die Risikosteigerung noch 3,01%. Das Risiko wegen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, lag nach zwei Jahren bei denen, die die Therapieanweisungen nicht befolgten, um das 2,74-Fache und nach zehn Jahren um das 1,71-Fache höher.

Deutlich zeigte sich auch der Zusammenhang zwischen dem Grad der Medikamenteneinnahme und der Gefahr für einen Schlaganfall. Nahmen die Patienten nur 30 bis 80% der verschriebenen Medikamente ein, lag das Schlaganfallrisiko um das 1,7-Fache über dem von Patienten, die alle verschriebenen Medikamente schluckten. Wurden unter 30% der verschriebenen Medikamente eingenommen, dann erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalles um das 3,6-Fache.

Die Wissenschaftler analysierten auch, welchen Einfluss bestimmte antihypertensive Arzneimittel hatten. Am dramatischten zeigten sich die Folgen der Nichteinnahme bei einer Medikamentenkombination aus ACE-Hemmern und Diuretika bzw. Betablocker. Patienten, die diese Wirkstoffe verschrieben bekommen hatten und sie nicht regelmäßig einsetzten, hatten ein 3,9-Fach erhöhtes Risiko, wegen eines Schlaganfalles im Krankenhaus zu landen, und eine 7,5-Fach erhöhte Gefahr daran zu sterben.


Berliner Ärzteblatt 18.07.2013/ Quelle: Eur Heart J (2013)
Schlaganfall: Warum Therapietreue so wichtig ist

Tabletten, die einfach nicht genommen werden ...

 
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