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Eine richtige Kontrolle und Behandlung des hohen Blutdruckes verhindert Schlaganfall
Eine richtige Kontrolle und Behandlung des hohen Blutdruckes verhindert Schlaganfall
Schlaganfall könnte in den meisten Fällen vermieden werden

Es ist unser eigenes Verhalten, das viele Krankheiten entstehen lässt. So ist das auch bei Schlaganfall. Unser Lebensstil trägt dazu bei, dass Schlaganfall weltweit zu einer der häufigsten Ursachen für einen frühzeitigen Tod oder Behinderung geworden ist. Zehn Risikofaktoren sorgen für neun von zehn Schlaganfällen und alle zehn sind Folgen unseres Lebenswandels, könnten also von uns selbst abgestellt werden. 

Um das zu erkennen haben Mediziner  26.919 Menschen aus 32 Ländern untersucht. Etwa die Hälfte davon hatte einen Schlaganfall erlitten. Dabei ergab sich, dass der größte Risikofaktor für einen Schlaganfall Bluthochdruck war. Bei einem Blutdruck von 140/90 mmHg und höher stieg das Risiko für einen Schlaganfall fast um das Dreifache. Danach folgen Bewegungsmangel,  ungesunde Ernährung, Übergewicht, pschycho-soziale Faktoren, Herzerkrankungen, Rauchen, Alkohol und Diabetes. 

Welche Bedeutung den einzelnen Risikofaktoren zukommt, wird durch eine andere Berechnung deutlich. Dabei wird ermittelt, wie viele Fälle von Schlaganfall vermieden werden könnten, falls dieses spezielle Risiko vermiedern würde (population attributable risk for each factor - PAR). Würde Bluthochdruck richtig behandelt, würden 47,9% aller Schlaganfallfälle nicht statt finden. Bei mehr Bewegung, etwa vier Stunden Sport oder körperliche Aktvität, könnten 35,8%, bei gesünderer Ernährung 23,2%, bei Vermeiden von Übergewicht 18,2%, bei Aufhören des Rauchens 12,4%, bei Herzkrankheiten 9,2% und bei Diabetes 3,9%, bei Alkoholverzicht und Stressabbau jeweils 5,8% der Schlaganfälle vermieden werden. 

Der tatsächliche Einfluß der einzelnen Faktoren auf das Erkrankungsrisiko untescheidet sich aber in den Regionen. Z.B. liegt der PAR-Wert für Bluthochdruck in Südostasien bei 59,6%, in Europa, Nordamerika und Australien dagegen bei nur 38,8%.  

Die Wissenschaftler mahnen nun, dass Schlaganfall ein in hohem Maße vermeidbare Krankheit ist. Weil der Einfluß der individuell beeinflußbaren Risikofaktoren so bedeutend sei, müssten die nationalen Gesundheitssysteme Präventionsprogramme etnwickeln und implementieren.

18.07.2016/ Quelle: Lancet

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