Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Schlaganfall: Längst kein Gesundheitsrisiko allein der Alten

Schlaganfall - der galt bisher als ein Problem alter Menschen. Bisher. Doch mittlerweile werden die Opfer immer jünger, die einen Schlaganfall erleiden müssen. Warum immer häufiger Menschen betroffen sind, die in der Mitte des Lebens stehen, dürfte auf eine sich weiter ausbreitende ungesunde Lebensweise zurück zu führen sein.

Schlaganfall trifft weltweit fast 17 Millionen Menschen, fast 6 Millionen von ihnen sterben daran. Die Global Burden of Disease-Studie, ein Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank, verfolgt seit dem Jahr 1990 die Entwicklung der häufigsten Erkrankungen. In den untersuchten 20 Jahren ist Zahl der Schlaganfälle um 68 Prozent angestiegen, die der Todesfälle um 26 Prozent, die Zahl der Lebensjahre mit Behinderungen um 12 Prozent.

„Der Anstieg der Krankheitslast ist nicht allein die Folge der steigenden Lebenserwartung“, betont Professor Dr. med. Gerhard F. Hamann, Direktor der Klinik für Neurologie an den Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden. Immer mehr jüngere Menschen würden einen Schlaganfall erleiden. Betrug der Anteil der 20- bis 64-Jährigen 1990 noch 25 Prozent, so waren es 2010 in dieser Altersgruppe 31 Prozent. Jeder 20. Schlaganfall trete mittlerweile bei Jugendlichen und Kindern auf.

Warum das so ist, führen Experten darauf zurück, "dass in vielen Ländern mit dem Wohlstand auch die Risikofaktoren gewachsen sind.“ Die häufigsten Ursachen von Schlaganfällen finden die Fachgesellschaften - Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) - in einem zu hohem Blutdruck und im Vorhofflimmern. Daneben sorgen hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht und eine ungesunde Ernährung für ein erhöhtes Risiko. Ärzte monieren, dass alle diese Risikofaktoren durch eine gesunde Lebensweise vermieden oder durch medizinische Behandlung gebessert werden könnten.

Diese Risikofaktoren tragen dazu bei, dass fast 52 Prozent der Schlaganfälle durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn hervor gerufen werden. Entweder, weil die Gefäße durch Verkalkungen verengt sind und durch ein Blutgerinnsel verstopft wurden oder es durch zu hohen Blutdruck zu Blutungen im Gehirn kommt. Insbesondere Menschen im mittleren Lebensalter sind davon betroffen.

Berliner Ärzteblatt 25.02.2014/ Quelle: Lancet 2014

Mittelmeerküche verhindert auch den Verschluß der Gefäße

Mehr bewegen, weniger Schlaganfälle und Herzinfarkte

Schlaganfall: Sieben Regeln reduzieren das Risiko

Grüner Tee und Kaffee lassen Schlaganfallrisiko sinken

Schlaganfall: Risikofaktor Vorhofflimmern

 
Seite versenden  
Seite drucken