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Schmerzmittel können Schlaganfall auslösen

Eine Studie hatte kürzlich ergeben, dass die Einnahme von Schmerzmitteln zu Schlaganfällen führen kann. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) betont nun, dass von Schmerzmitteln für die meisten Menschen nicht die Gefahr eines Schlaganfalls ausgeht. Vorsicht sei bei Patienten geboten, die ein hohes Risiko für einen Schlaganfall haben und gleichzeitig regelmäßig Schmerzmittel über längere Zeit einnehmen.
 

Für Unruhe haben Forscher der Universität Bern gesorgt, Die hatten nämlich heraus gefunden, dass durch die Einnahme von Schmerzmitteln aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika (auch nicht-steroidale Antirheumatika) die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesteigert werde. Die Wirkstoffe Etoricoxib, Ibuprofen oder Diclofenac könne das Risiko für einen Schlaganfall drastisch erhöhen.

Dabei sehen Ärzte das größte Risiko in den Wirkstoffen Ibuprofen und Diclofenac, die in bestimmten Stärken auch ohne Rezept in der Apotheke gekauft werden können. Laut der Berner Studie erhöht Ibuprofen das Schlaganfallrisiko um mehr als das Dreifache, Diclofenac um das 2,86-Fache. Die Studie belegt, dass das Risiko mit der Dauer der Einnahme und der Höhe der Dosis zunimmt.

Außerdem besteht die höchste Gefahr auch vor allem für Patienten mit bereits vorhandenen Schäden an den Blutgefäßen. Ärzte betonen, dass  jüngere Menschen mit einem geringen Gefäßrisiko praktisch kein Risiko hätten, nach der Einnahme von Schmerzmitteln einen Schlaganfall zu erleiden. 



Berliner Ärzteblatt 03.02.11/ Quelle: Trelle S, Reichenbach S, Wandel S, Hildebrand P, Tschannen B, Villiger PM, Egger M, Jüni P. Cardiovascular safety of non-steroidal anti-inflammatory drugs: network meta-analysis. BMJ 2011; 342: c7086
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