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Luftverschmutzung - hier Köln bei Smog - erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall (Foto: Thomas Max Müller  / pixelio.de)
Luftverschmutzung - hier Köln bei Smog - erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall (Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de)
Smog bringt Schlaganfall

Luftverschmutzung lässt das Risiko anwachsen, einen Schlaganfall zu erleiden. Eine neue Studie konzentriert nun den Blick auf die tatsächlichen Gefahren: Demnach belasten den Körper selbst Kurzaufenthalte in Gebieten - in der Regel große Städte - mit Smog so sehr, dass die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls nachweisbar steigt. Bisher galt als erwiesen, dass ein längerfristiges Einwirken von Schmutzpartikeln die Gefäße ruiniert und in der Folge zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führt.

Ausgewertet haben Wissenschaftler der Universität Edinburgh jetzt die Daten von 6,2 Mio. Schlaganfällen aus 28 Ländern. Dabei ergab sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und der Auftreten eines Schlaganfalles. Dabei gibt es Unterschiede in der Art der Luftverschmutzung und die Konzentration der jeweiligen Stoffe. Ausgedrückt wird das als relatives Risiko. Das bedeutet, dass Werte bis 1 keine Risikoerhöhung, Werte über 1 aber ein gesteigertes Risiko ausdrücken.

Alle gemessenen Werte lagen über 1, wobei sich das auf die Erhöhung der Konzentration um 1 Teil pro Million (ppm - Parts per Million) bzw. 10 Teile pro Milliarde (ppb - Parts per Billion) bezieht. Bei Kohlenstoffmonoxid reichte 1 ppm aus, um das relative Risiko um 1,5% zu erhöhen. Wenn man davon ausgeht, dass die Skala in wenig belasteten bis zu hoch belasteten Gebieten von unter 50 ppm bis zu über 250 ppm reicht, dann kann man sich vorstellen, um wie viel das Risiko für einen Schlaganfall in hoch belasteten Städten wie Neu Delhi, Santiago, Peking oder Mexiko zunimmt.

Die Studie zeigt derartige Risikosteigerungen auch für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Ozon, wobei Ozon am wenigsten gefährlich zu sein scheint. Unterschiede zeigten sich darüber hinaus auch für die Partikelstärke, wobei diese nicht ganz einheitlich waren. Generell kann man aber davon ausgehen, dass je kleiner die Partikel (Feinstaub) sind, desto größer das Schlaganfallrisiko wird. Erstaunlich war, dass die meisten Schlaganfälle am ersten Tag der Smogbelastung oder innerhalb von zwei Tagen danach auftraten.

08.06.2015/ Quelle: BMJ 2015

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