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Vitamin D: Null Wirkung auf hohen Blutdruck

Vitamin D ist in den letzten Jahren zu einer Art Wundermittel hochstilisiert worden. So soll es verschiedene Krebsarten besiegen, vor Multipler Sklerose und Rheumatoider Arthritis schützen, Herzleiden verhindern sowie den Blutdruck senken. Doch mittlerweile enttarnen sich viele dieser hochgesteckten Erwartungen als übertrieben. Eine neue Untersuchung belegt jetzt, dass die Wirkung von Vitamin D auf Bluthochdruck "ineffektiv" ist.

Die Klinik St. Georg in Bad Aibling schreibt euphorisch: "Vitamin D wirkt wahre Wunder und wird zum Superstar unter den Vitaminen!" Und die Ärzte Zeitung zitiert eine in Dänemark durchgeführte Studie, in der "senkten Hypertoniker signifikant ihren zentralen Blutdruck, wenn sie in den Wintermonaten Vitamin D substituierten." Diese Senkung fiel mit 3,7/2,7 mmHg bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung aber so gering aus, dass die Fachzeitschrift mit "an der Grenze zur statistischen Signifikanz" bewertete - was so viel wie "kaum messbar" bedeutet.

Dass Zweifel an den Wunderwirkungen von Vitamin D zumindest angebracht sind, belegt nun auch eine Auswertung von Daten von 4.541 Patienten/innen, die das Vitamin mindestens vier Wochen eingenommen hatten und bei denen der Blutdruck kontrolliert worden war. Ermittelt wurde, dass sich die Veränderung des systolischen und diastolischen Blutdruckes zwischen -0,8 und +0,8 mmHg bewegte.

Diese Veränderungen gelten in der Statistik als so gering, dass sie völlig unbedeutend sind. Deshalb kommen die Wissenschaftler auch zu dem Schluss: "Die zusätzliche Gabe von Vitamin-D-Präparaten ist zur Senkung des Blutdruckes ineffektiv. Vitamin D sollte nicht zur antihypertensiven Therapie eingesetzt werden."
 
07.05.2015/ Quelle: JAMA Intern Med.

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