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Kind mit Taschentuch
Heuschnupfen: Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto erfolgreicher ist diese zumeist (Foto: ch-forschung.ch)
Allergien: Klimawandel verlängert Pollenflug

Die Veränderungen des Klimas bleiben nicht ohne Auswirkungen. Pollen fliegen früher und damit dauert die für Allergiker kritische Zeit länger. Ärzte warnen nun davor, dass nicht nur die Zahl der Allergiker, sondern auch die der chronischen Asthmatiker zunehmen wird.

Die globale Erderwärmung verlängert die Pollensaison in Europa. Die stärksten Veränderungen würden die Menschen in Regionen mit Höhenlagen zwischen 500 und 1000 Metern spüren, betonen Allergologen. Zugleich warnen Wissenschaftler vor den gesundheitlichen Folgewirkungen. "30 Prozent aller Allergiker entwickeln Asthma", betont Norbert Vetter vom Otto Wagner Spital in Wien.

"Bislang vergehen zwischen dem Beginn der Allergie und der Diagnose im Durchschnitt allerdings zwischen sechs und neun Jahre", sagt Reinhart Jarisch, Leiter des Floridsdorfer Allergiezentrums. "Dabei sind Therapien umso erfolgreicher, je früher sie beginnen."

Jeder dritte Allergiker entwickle als Folge seiner Beschwerden Asthma. "Eine Pollenallergie ist also alles andere als eine harmlose Befindlichkeitsstörung, sondern eine ernst zu nehmende Krankheit, bei der auch die Lunge betroffen ist", so Vetter.

Die Folgen des Klimawandels auf die Allergiesaison in Europa sind bereits heute spürbar. So verschiebt sich die Saison der Frühblüher nach vorne. Die Intensität der Belastungen wird nach Einschätzung der Mediziner allerdings nicht zunehmen. Gleiches gilt für Sommerblüher, etwa Gräser. Bei den Herbstblühern steige die Intensität der Pollenbelastung dagegen an - Ausnahme sei der Beifuss.

In der Europäischen Union sind etwa 80 Mio. Menschen von Allergien betroffen. Dies entspricht etwa einem Fünftel der Gesamtbevölkerung. "Allergien haben sich in Europa längst zu einer Volkskrankheit entwickelt", warnt Otto Spranger von der Österreichischen Lungenunion. Mittlerweile sei jedes dritte Kind von einer Allergie betroffen.

WANC 21.03.07/pte

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