Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: Stock photo
Eine gesteigerte Ozonkonzentration lässt den Gehalt an Allergenene in Pollen - vor allem von Roggen und anderen Getreidesorten - steigern (Foto: Stock photo)
Ozon erhöht Allergiepotential in Pollen

Ozon macht gerade in den Sommermonaten vielen Menschen zu schaffen. Neben der Umweltverschmutzung trägt auch der Klimawandel zu dessen immer häufigerem Auftreten bei. Das allein ist schon ein großes gesundheitliches Problem. Nun gibt es aber auch noch Hinweise darauf, dass gesteigerte Ozonkonzentrationen den Gehalt an Allergenen in Pollen steigern. Ein österreichisches Forscherteam hat nämlich entdeckt, dass sich bei Ozonkonzentrationen wie sie im Sommersmog üblich sind, in Pollen von Roggen und Gräsern mehr Allergene entwickeln.

„Ozon scheint die Pollenreifung zu beschleunigen. Wir haben schon viel früher bemerkt, dass wichtige Allergene, zum Beispiel das Hauptallergen der Birke im reifen Birkenpollen besonders stark exprimiert wird“, erklärt Prof. Rudolf Valenta vom Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der Medizinischen Universität Wien. „Die im Roggen untersuchen Hauptallergene sind hoch homolog in allen Gräsern und Getreiden. Das heißt, dass man mit großer Sicherheit davon ausgehen kann, dass die Beobachtungen für Roggen für alle Gräser und Getreide Allgemeingültigkeit haben werden.“ 



Valenta ließ für seine Untersuchungen zwei verschiedene Sorten von Roggenpflanzen unter kontrollierten Umweltbedingungen wachsen. Eine Sorte war Ozonkonzentrationen von rund 79 ppb ausgesetzt – die normale Ozonkonzentration in Bodennähe beträgt ca. 22 ppb. Zum späteren Vergleich mit dieser Pflanzengruppe zogen die Forscher eine Kontrollgruppe bei normalen Ozonkonzentrationen. 



Nach Reifung der Pollen wurden diese geerntet und untersucht. Valenta: „In den Pollen beider Roggen-Sorten konnten wir zunächst zeigen, dass die Ozonbelastung einen deutlichen Anstieg des Proteingehalts zur Folge hatte." Zwar scheint allein dieses Ergebnis zu zeigen, dass eine erhöhte Ozonkonzentration das Allergiepotenzial von bestimmten Gräserpflanzen steigern kann. „Wichtig erscheint mir der überraschende Effekt, dass Ozon die Allergenexpression verstärkt und damit die Allergenbelastung erhöht. Der Zusammenhang ist den Menschen nicht klar gewesen“, warnt Valenta. 



Die steigende Allergenbelastung habe zumindest zwei mögliche Folgen. „Die eine ist, dass es zu mehr allergischen Symptomen bei bereits sensibilisierten Allergikern kommt. Die zweite, dass es ein erhöhtes Risiko gibt, sich zu sensibilisieren und Allergiker zu werden. Dies passiert im Kindesalter, wahrscheinlich gleich nach der Geburt“, so der Mediziner. 



„Die Einflüsse der Schadstoffbelastung auf die Allergenexpression sind eigentlich nicht gesichert“, erklärt Valenta. „Von Bedeutung mag der Effekt sein, dass bestimmte Schadstoffpartikel als Träger für Pollenallergien wirken können. Dazu gibt es für Dieselpartikel Experimente in Mäusen.“ Dass die Dieselpartikel aber tatsächlich mit Allergenen überzogen sind und so vom Patienten aufgenommen werden, sei jedoch nicht gezeigt. 



„Es ist sehr wohl denkbar, dass Schadstoffe eventuell die Schleimhaut schädigen und so mehr Allergen durchtreten können, aber auch dazu gibt es keine klaren Untersuchungen“, meint der Experte. „Diesen Aspekt würde ich sehr interessant finden, weil nur wenige Prozent der Allergen durch eine intakte Schleimhaut durchtreten können. Wir haben gefunden, dass etwa Tabakrauch und chronische Entzündungen die Schleimhaut so schädigen können, dass mehr Allergene durchtreten.“ Für Stickoxide und andere Luftschadstoffe sei es jedoch noch nicht bestätigt.

WANC 24.08.10, Quelle: Exposure of rye (Secale cereale) cultivars to elevated ozone levels increases the allergen content in pollen, J. Eckl-Dorna, B. Klein, T.G. Reichenauer, V. Niederberger, R. Valenta, J Allergy Clin Immunol. doi:10.1016/j.jaci.2010.06.012

Was für Nasensprays gibt es gegen Heuschnupfen?

Was kann man gegen eine Hausstauballergie tun?

Was sind typische Symptome der allergischen Bindehautentzündung?

Was ist von Kortison-Nasensprays gegen Heuschnupfen zu halten?

Welches sind die häufigsten Allergieauslöser im Säuglingsalter?

 
Seite versenden  
Seite drucken