Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Ambrosiablüte - Hort besonders aggressiver Allergieauslöser (Foto: Uwe Starfinger, Julius Kühn-Institut)
Ambrosiablüte - Hort besonders aggressiver Allergieauslöser (Foto: Uwe Starfinger, Julius Kühn-Institut)
Ambrosia: Die sich ausbreitende Gefahr

Ambrosia ist hochallergen, das bedeutet, dass die Pollen schon in geringen Mengen heftige allergische Reaktionen beim Menschen auslösen können. Ausgebreitet hat sich die Pflanze in Deutschland und Europa begünstigt durch den Klimawandel. Studie erwarten, dass sich Konzentration von Ambrosiapollen in den nächsten Jahren dramatisch erhöhen wird.

Eigentlich kann sich die aus Nordamerika stammende Pflanze Ambrosia in Deutschland kaum halten, dazu ist es eigentlich zu kalt. Doch mittlerweile begünstigt der Klimawandel die Verbreitung, der meist mit verunreinigtem Vogelfutter oder Bautransportern eingeschleppten Samen.  Insbesondere seit 1990 hat sich die Beifuß-Ambrosie in zahlreichen Ländern Europas - vor allem in Ungarn, Slowakei, Rumänien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Kroatien - ausgebreitet und teilweise beachtliche Bestandesgrößen erreicht. UmfangreicheVerbreitungsgebiete finden sich darüber hinaus im französischen Rhonetal (um Lyon) und in der italienischen Poebene (um Mailand).

In Deutschland finden sich größere Verbreitungsgebiete beispielsweise in Südhessen um Darmstadt, in der Region Mannheim/Ludwigshafen/Karlsruhe und Südostbayern sowie in der Niederlausitz südlich und südwestlich von Cottbus, in Brandenburg und Berlin. Damit steigt auch die Konzentration von Ambrosiapollen. Wissenschaftler aus Frankreich, Italien, Österreich und England prognostizieren, dass sich die Pollenbelastung bis 2050 um etwa das Vierfache erhöhen wird. Doch das wäre noch die eher etwas positive Variante. Die Schätzungen reichen nämlich vom Zwei- bis zu Zwölffachem der heutigen Belastung.

Den Betroffenen reicht meist schon das heutige Niveau. Denn die Pollen können schon in kleinsten Mengen heftige Heuschnupfenattacken, Bindehautentzündung und allergisches Asthma auslösen. Die Beifuß-Ambrosie produziert aber riesige Mengen an Pollen – und zwar bis zu einer Milliarde Pollen pro Pflanze. Hinzukommt, dass das allergene Potential der Ambrosiapollen ist um ein Vielfaches höher als bei Gräserpollen. Allergiker leiden besonders, denn Ambrosia blüht von Juli bis Oktober und verlängert deshalb die gesamte Pollenzeit in unseren Breitengraden um zwei Monate.

Weil eine erfolgreiche Bekämpfung der Ambrosia nur dann gelingt, wenn die Pflanzen rechtzeitig vor der Blüte ausgerissen werden, haben einige Kommunen bereits die systematische Ausrottung begonnen. In Berlin sind sogenannte Ambrosia-Scouts unterwegs, die die Pflanze aufspüren und ausrupfen. Auch hat es in verschiedenen Gegenden Ausreiß-Aktionen gegeben. Doch Wissenschaftler meinen, dass die Ambrosia dauerhaft erfolgreich nur biotopübergreifend bekämpft werden kann (an Straßenrändern, auf Äckern, Brachen, Baustellen und anderen öffentlichen Flächen). Und wenn neben Bund und Ländern auch private Grundstückseigentümer verpflichtet werden, Ambrosiapflanzen von ihren Flächen zu entfernen.

29.06.2015/ Quelle: Julius Kühn-Institut

Ambrosia-Allergie: Die Gefahren nehmen zu

Ambrosie: Auslöser starker Allergien

 
Seite versenden  
Seite drucken