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Akupunktur soll bei Heuschnupfen das Befinden der Patienten verbessern (Foto: DAK/Wigger)
Akupunktur soll bei Heuschnupfen das Befinden der Patienten verbessern (Foto: DAK/Wigger)
Akupunktur hilft bei Heuschnupfen

Akupunktur lindert Schmerzen. In einigen wissenschaftlichen Studien ist nachgewiesen worden, dass Akupunktur bei Kopf-, Knie- und Rückschmerzen wirkt. Auch bei Hormonstörungen soll die Heilmethode erfolgreich eingesetzt worden sein. Nun haben Ärzte herausgefunden, dass Akupunktur sogar bei Heuschnupfen (medizinisch: saisonale allergische Rhinitis) die Beschwerden vermindern kann. Kritiker merken an, dass die Linderung so groß nun auch nicht ist.

Behandelt wurden 422 Patienten mit allergischer Rhinitis, bei denen eine Birken- und Graspollenallergie diagnostiziert worden war. Eine Gruppe (212 Patienten) wurde mit Akupunktur, eine zweite (102 Patienten) mit der sogenannten Sham-Akupunktur (dabei werden die Nadelstiche nicht genau an den vorgesehenen Stellen gesetzt, also eine Art Placebobehandlung)  und eine dritte mit Medikamenten gegen Heuschnupfen (medizinisch: Antihistaminika) behandelt.

Bei dem Vergleich der drei Behandlungswege stellte sich heraus, dass die Akupunktur gegenüber den beiden Vergleichstherapien besser abschnitt. Die Patienten bewerteten ihr Befinden anhand eines speziellen Fragebogens, der die Lebensqualität erfasst. Die Skala reicht von 0 (keine Symptome) bis 6 (starke Symptome). Die Verbesserung lag acht Wochen nach Behandlungsbeginn zwischen 0,2 und 1,0 Punkten. Ärzte sehen diese Ergebnisse als eher schwach an. Auch wenn die Studie betont, dass die Patienten über eine verbesserte Lebensqualität berichteten und weniger Medikamenten einnehmen mussten.

Ein wenig erstaunlich ist ein anderes Ergebnis. Am Ende der insgesamt 16 Wochen dauernden Therapie zeigten sich bei den Patienten aller drei Behandlungsalternativen kaum noch Unterschiede in der Bewertung ihrer Lebensqualität. Aber in einer Nachuntersuchung nach einem Jahr fühlten sich die Patienten mit einer "richtigen" Akupunktur besser als die anderen Patienten. Die Wissenschaftler sprechen von einem bleibenden positiven Effekt. Kritiker sagen, dass der Effekt eher unbedeutend ist.
 
Berliner Ärzteblatt 19.02.2013/ Quelle: Ann Intern Med. 2013

Weitere Informationen:
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