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Wenn Nase und Augen laufen - dann hat der Heuschnupfen ein Opfer gefunden, dessen Immunsystem zu viele Histamin produziert (Foto: Maria Lanznaster/ pixelio.de)
Wenn Nase und Augen laufen - dann hat der Heuschnupfen ein Opfer gefunden, dessen Immunsystem zu viele Histamin produziert (Foto: Maria Lanznaster/ pixelio.de)
Heuschnupfen: Möglichst früh vorbeugen

Heuschnupfen - das bedeutet eine laufende Nase, Probleme beim Atmen und meist auch juckende und tränende Augen oder sogar eine allergische Bindehautentzündung. Etwa 15 Prozent der Deutschen sind die bedauernswerten Betroffenen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät nun dazu, Medikamente möglichst frühzeitig und regelmäßig anzuwenden. Dann sei ihre Hilfe am größten.
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Wie ein feiner Staub verteilen sich Gräser-, Hasel- und Birkenpollen in die Luft. Und sind damit überall. Sehr zur Qual von Allergikern, die darunter schrecklich leiden. Die Nase hat sogar noch eine schützende Schleimhaut, so dass sie die Auslöser von Schnupfen wieder los werden kann. Anders sieht das aber beim Auge aus. Da können die Blütenpollen direkt auf die Bindehaut des Auges treffen. Und das kann dann leicht Reizungen bis hin zu einer allergischen Bindehautentzündung verursachen: Die Augen röten sich, jucken, brennen und tränen stark, obwohl sie sich gleichzeitig trocken anfühlen.

Professor Dr. med. Christian Ohrloff von der DOG kennt die Probleme: „Viele Allergiker leiden während der Pollensaison stärker unter den brennenden Augen als unter der laufenden Nase und trauen sich deswegen kaum ins Freie.“ Medikamente, die die Beschwerden mildern oder sogar ganz verhindern können, gebe es, sagt der Arzt. Wichtig sei aber, diese Mittel frühzeitig und regelmäßig einzunehmen. Mit frühzeitig meint er wirklich frühzeitig: also möglichst schon ein paar Wochen bevor der Pollenflug beginnt.

Ein derartiges frühes Vorbeugen hat seinen Grund in der Art der Wirkstoffe. Heuschnupfen, so erklärt Orloff, ist eine Überreaktion des Immunsystems auf Blütenstaub. Um Pollen abzuwehren, schütten Immunzellen den Botenstoff Histamin aus, der aber die Entzündungen an Augen und Nase hervorruft. Die sogenannten Antihistaminika, könnten verhindern, dass der Histaminspiegel zu hoch ansteigt. Rechtzeitig eingenommen, könnten sie die allergische Reaktion deshalb weitestgehend verhindern. Nebenwirkungen - vor allem Müdigkeit - wie man sie noch bei den älteren Wirkstoffen Dimetinden oder Clemastin finde, gebe es heute kaum noch. Dennoch könne es zu einer Einschränkung des Reaktionsvermögens kommen.

Am wirksamsten aber auch sehr schwierig ist es laut DOG, den Kontakt mit Pollen zu meiden und damit auch die Wohnung und vor allem das Schlafzimmer frei davon zu halten. Ratschläge, wie das dennoch gelingen kann: Morgens und abends Stoßlüften und ansonsten Fenster geschlossen halten, täglich Staubsaugen, Kleidung nicht im Schlafzimmer lüften. Auf Kontaktlinsen sollten Allergiker während der Blühphase verzichten. Eine eng anliegende Sonnenbrille schützt zusätzlich davor, dass Pollen in die Augen gelangt.

Vor allem dürfe man sich die Augen nicht reiben, weil sich dadurch der Blütenstaub noch besser in die Augen hinein verteile. Die bessere Alternative: die Augen vorsichtig mit einem Waschlappen sauber tupfen. Augentropfen, die zu einer Beruhigung und Befeuchtung der Augen beitragen können, sollten frei von Konservierungsmitteln sein, rät die DOG. Geschwollene Lider lassen sich durch kühle Kompressen beruhigen.

27.04.2015/ Quelle: Klin Monatsbl Augenheilkd

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