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Neue Therapie gegen Allergien: Schon im Keime ersticken

Vielleicht gibt es neue Hoffnung für Allergiker. Denn Forscher haben heraus gefunden, dass sich allergische Prozesse möglicherweise unterdrücken lassen, indem man sie bereits in einem frühen Stadium blockiert.

Dreh- und Angelpunkt der Untersuchungen der Wissenschaftler vom Departement für Biomedizin der Universität Basel sind die sogenannten Mastzellen. Denen kommt bei der Entstehung von Allergien eine besondere Bedeutung zu. Mastzellen sind Teil unseres Immunsystems. Eigentlich sind sie dazu da, Infektionen abzuwehren. Wenn sie aber falsch funktionieren, dann wehren sie die Infektion nicht ab, sondern produzieren im Übermaß entzündliche Stoffe (Histamine, Zytokine), die dann die allergischen Reaktionen hervorrufen.

Die gängigen Therapien gegen Allergien versuchen nun die Freisetzung der entzündlichen Stoffe aus den Mastzellen zu verhindern oder die Wirkung dieser Stoffe im Körpergewebe zu vereiteln. Jetzt konnten Emilie Collmann und Thomas Bohnacker zeigen, dass das Entstehen allergischer Prozesse noch besser unterdrückt werden kann, wenn man verhindert, dass Mastzellen aktiviert werden. Oder anders ausgedrückt: Das Immunsystem wird daran gehindert überzureagieren.

Die beiden Wissenschaftler haben einen Hemmstoff entwickelt, der genau das tut. Er sorgt dafür, dass die Mastzellen nicht angeschaltet werden und ihre zerstörerischen Stoffe freisetzen können. Dieser Prozess spielt nicht nur bei Allergien, sondern ähnlich auch bei Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei der Einlagerung überschüssiger Kalorien ins Fettgewebe eine wichtige Rolle.

Bis dieser Hemmstoff allerdings als Medikament verfügbar sein wird, kann es noch eine Weile dauern. Denn vorher sind noch umfangreiche Tests über die Wirkung und Wirksamkeit notwendig. Dabei muss vor allem geklärt werden, wie sich das Ausschalten von Teilen des Immunsystems letztlich auf die gesamte Funktion der körperlichen Abwehr auswirkt.


Berliner Ärzteblatt 09.07.2013/ Quelle: J. Allergy Clin. Immunol. 2013,  PLOS Biol 2013
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