Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Raucher
Rauchen: Infektionen, Luftnot und einer chronisch entzündete Bronchialschleimhaut (Foto: pte)
Lungenerkrankung COPD: Nikotin als Ursache

Eine der häufigsten Ursachsen für die Lungenerkrankung COPD ist das Rauchen. Nikotin stört das hochkomplexe biologische System der Bronchien nicht nur, sondern kann seine Funktionsfähigkeit sogar zum Erliegen bringen.

Raucher reizen ihre Atemwege ständig. Die giftigen Inhaltsstoffe der Zigarette führen mit den Jahren zum Absterben der winzigen Flimmerhärchen, die unsere Bronchien auskleiden und durch rhythmische Bewegungen eingeatmete Staubpartikel und andere Fremdkörper wieder aus der Lunge transportieren. Als Folge bleiben Schadstoffe und Krankheitserreger im Körper. Es kommt zu häufigen Infektionen, Luftnot und einer chronisch entzündeten Bronchialschleimhaut.

Zudem verschleimt die Lunge zunehmend und die Bronchien werden enger. Weil dadurch weniger Sauerstoff in den Blutkreislauf befördert wird, schwindet die Leistungsfähigkeit. Zudem wächst der 'Widerstand' in den Lungen und das Herz wird belastet. Das kann zu einer chronischen Lungenerkrankung (COPD) führen. Sie ist schon heute die weltweit sechsthäufigste Todesursache. Raucher leben nicht nur ungesund, sie sterben auch früher.

In Deutschland sind schätzungsweise 12 Prozent aller Erwachsenen von der COPD betroffen. Dennoch erhöhte sich der Zigarettenverbrauch hierzulande ständig. Pro Tag gehen 386 Millionen Zigaretten in Rauch auf. Vor allem unter den Jugendlichen erlebt die Zigarette eine Renaissance. In der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen raucht bereits jedes fünfte Mädchen und 18 Prozent aller Jungen. Im Alter zwischen 15 bis 24 Jahren greift fast jeder zweite regelmäßig zur Zigarette. Die COPD führt häufiger zu Frühberentung und Arbeitsunfähigkeit als zum Beispiel Lungenkrebs. An der COPD sterben mehr Menschen als an Verkehrsunfällen.

In Deutschland gibt es etwa 34 Millionen Raucher. Sie bilden die Hauptrisikogruppe für die Entwicklung einer COPD. Je mehr man raucht, desto größer ist die Gefahr. Der Kampf gegen die COPD ist deshalb vor allem ein Kampf gegen die Zigarette.

Die Lunge gehört zu unseren leistungsfähigsten Organen. Ihre zahlreichen Verästelungen, die Bronchien und Bronchiolen, erreichen nebeneinander gelegt eine Länge von etwa 700 Metern. Täglich strömen 12.000 Liter Luft durch die Lungen. 400 Millionen Lungenbläschen bieten eine Kontaktfläche von der Größe eines Fußballfeldes und sorgen dafür, dass der Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft in die Blutgefäße transportiert wird.

Zigarettenrauch stört dieses hochkomplexe biologische System nicht nur, sondern kann seine Funktionsfähigkeit sogar zum Erliegen bringen. Eine der schlimmsten Folgen des Rauchens ist die Herausbildung einer Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung, die in Anlehnung an die englische Bezeichnung 'Chronic Obstructive Pulmonary Disease' mit den Buchstaben COPD abgekürzt wird.


WANC 15.11.05
Chronisch lungenkrank: WHO erwartet deutliche Zunahme

Lungenkrank: Frau- en unterschätzen die Gefahren

COPD: Luftstau in der Lunge

Atemnot: Wenn die Luft ausgeht

 
Seite versenden  
Seite drucken