Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: HP
Drucker: Als Gefahrenquelle für die Gesundheit möglichst in einem separaten Raum aufstellen (Foto: HP)
Tonerstaub verursacht Lungenkrebs

Dass der Staub von Tonern für Drucker und Kopierer die Gesundheit gefährden kann, dafür gibt es ganz viele Belege. Und auch leidvolle Erfahrungen von Betroffenen. Doch erst jetzt weist eine wissenschaftliche Untersuchung an der Universität Rostock unzweifelhaft nach, dass Tonerpatronen in Laserdruckern und Kopierern eine Gefahrenquelle für Lungenkrebs sind.

„Die Untersuchungen lassen keinen Zweifel zu: Tonerstaub ist eine weitere Ursache für Lungenkrebs", sagt Prof. Dr. Ludwig Jonas vom Elektronenmikroskopischen Zentrum im Institut für Pathologie der Universität Rostock. Die Universität hat eine Studie durchgeführt, die Tonerpatronen in Laserdruckern und Kopierern eindeutig als Gefahrenquelle für die Gesundheit identifiziert.

Bisher hat das so eindeutig allerdings noch niemand zu behaupten gewagt. Selbst das Bundesamt für Risikobewertung (BfR), das im Jahre 2005 eine Pilotstudie – bekannt unter dem Titel „Toner-Studie“ – begonnen und 2008 abgeschlossen hat, kam in dem Ende März vorgelegten Bericht zu folgender vorsichtigen Einschätzung: „ Aufgrund der vorliegenden Befunde zur gesundheitlichen Beeinträchtigung von Exponierten kann nicht ausgeschlossen werden, dass es durch die Exposition gegenüber Emissionen aus Büromaschinen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann. Ein klarer Zu-sammenhang kann allerdings nicht hergestellt werden, da die Datenlage hierfür nicht ausreicht. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den dokumentierten Fällen sind nicht schwerwiegend.“

Dennoch gab das BfR den Rat, möglichst nur Drucker und Kopierer zu verwenden, die mit dem Blauen Engel ausgestattet sind, weil die Mindeststandards einhalten müssen. Und der Aufstellort sollte so gewählt werden, dass sich die Geräte nicht in der Nähe von Arbeitsplätzen befinden. Am besten, so die Empfehlung, sie in eigene Räume auszulagern.

Dabei beobachtet man schon seit einigen Jahren bei Servicetechnikern von Drucker- und Kopierherstellern zunehmende Lungenprobleme bis hin zur Arbeitsunfähigkeit und Invalidisierung. Einige Menschen entwickeln eine Allergie auf Tonerpulver und verlieren ihre Stimme, sobald sie in Räume kommen, in denen Drucker oder Kopierer stehen.

„Die gesundheitlichen Probleme, die im Umgang mit Tonerpulver auftreten können, sind sehr ernst zu nehmen. Sie können bis zur Invalidität und Todesfällen führen", warnt Jonas. Um zu beweisen, dass diese Menschen wirklich am Tonerpulver erkrankt oder sogar dadurch gestorben sind, musste der eindeutige Beweis dafür oder dagegen erbracht werden, so wie beim Asbest der wissenschaftliche Nachweis zweifelsfrei gelungen ist.

„Wir haben die Lunge eines verstorbenen Servicetechnikers, der täglich mit Tonerstaub in Berührung kam, im Elektronenmikroskop untersucht und eindeutig Kohlenstoffpartikel in großer Zahl nachgewiesen", sagt Jonas. Eine Doktorandin, die an der Universität Rostock und der Universität Essen die Toxizität der verschiedenen Asbestarten und von Kohlenstoffrußpartikeln und Tonerpulver experimentell an menschlichen Zellkulturen untersucht hat, beweist in ihrer Promotionsschrift, dass Asbestfasern und verschiedene Arten von Kohlenstoffpartikeln gefährliche Sauerstoff- und Stickstoffradikale produzieren, die zelltoxisch sind und zum Zelltod führen können.

Insgesamt nimmt die Belastung unserer Atemluft mit Fein- und Feinststaub immer mehr zu. Dazu trägt der verstärkte Einsatz von Nanopartikeln, zum Beispiel von Titannanopartikeln, bei. Vor etwa 10 Jahren gab es die ersten Richtlinien, wie hoch die Feinstaubbelastung auf Straßen sein darf. Grenzwerte wurden eingeführt und durch Messstationen bundesweit durchgängig gemessen. Eine solche Messstationen steht in Rostock zum Beispiel am Holbeinplatz und anderen Verkehrsknotenpunkten.

„Wenn bei einigen Kopierern und Druckern dieser Grenzwert bis zum Fünffachen überschritten wird, dann muss es auch für Arbeitsräume solche Grenzwerte geben und die Feinstaubbelastung im Sinne des Arbeitsschutzes deutlich reduziert werden", fordert Jonas.

WANC 23.10.08/ Quelle: Universität Rostock

Wie hoch darf mein Cholesterinwert sein?

Warum verursachen NSAID (ASS, Diclofenac, Ibuprofen) manchmal Magenprobleme?

Was hilft gegen Fieber bei Kindern?

Worauf sollte man beim Fettgehalt auf Lebensmittelverpackungen achten?

Was macht Salbei so interessant für die Krebstherapie?

 
Seite versenden  
Seite drucken