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Schimmel in Wohnungen: Kinder bekommen häufiger Asthma

Kleine Kinder, die in einer Wohnung mit Schimmelbefall leben, haben ein erhöhtes Risiko, später an Asthma zu erkranken. Das behaupten Forscher der University of Cincinnati. In einer Studie haben sie Zusammenhänge von Schimmel im Kleinkindalter und einer chronischen Entzündung der Lungenwege und deren Symptome gefunden.

Schimmel im Wohnumfeld der Menschen kann Infektionen und Entzündungen verursachen. Betroffen sind in erster Linie kleine Kinder, deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. Bisher schon belegt und durch die neue Studie unterstrichen ist eine Häufung von Atemwegserkrankungen bei Kindern, die in feuchten und schimmelbefallenen Räumen leben. In der Studie erkrankten 18% der Kinder, die in Wohnungen mit Schimmelbefall aufgewachsen waren, bis zum Alter von 7 Jahren an Asthma. Das war doppelt so häufig wie bei Kindern aus schimmelfreien Wohnungen.

Vor allem scheinen die Ergebnisse der jetzt veröffentlichten Studie der bisher weitverbreiteten Annahme zu widersprechen, dass der Kontakt mit allergenen Substanzen im frühen Kindesalter zur Toleranz gegen diese beiträgt und Asthma vermeiden hilft. In jedem Fall empfiehlt Olschewski die Vermeidung von Schimmelbildung in Wohnräumen. Nötig sei dafür die richtige Abstimmung von Luftfeuchte und Raumtemperatur durch ausreichende Belüftung und Heizung sowie die Beseitigung von Kältebrücken durch ausreichende Isolierung.

In Deutschland leben rund 25 Millionen Allergiker. Geschätzt wird, dass etwa die Hälfte, also ca. 12,5 Millionen davon auf Luftverunreinigung in Innenräumen reagieren. Bei einem Drittel aller Erkrankten muss man von zu hoher Belastung mit Schimmelsporen ausgehen. Mehr als 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden also unter Schimmel. Die Dunkelziffer liegt vermutlich im doppelten Bereich. Auch ältere Menschen und jene, deren Immunabwehr geschwächt ist, können darunter leiden: Kopf- und Gliederschmerzen, die Anfälligkeit für Infekte, Schleimhautreizungen und andere Beschwerden werden oft Schimmelgiften zugeordnet.



Berliner Ärzteblatt 05.08.2011/ Quelle: Annals of Allergy, Asthma & Immunology
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