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Wie Ernährung und Reichtum das Entstehen von Asthma und Allergien beeinflussen

Eine Langzeitstudie zu Asthma und Allergien enthüllt: Gegen beide Krankheiten können die richtige Lebensweise wie gesunde Ernährung und Verzicht auf Zigaretten – auch bei den Eltern – schützen. Sie zeigt aber auch den ökonomischen und den Umwelt-Einfluss. Das heißt: Je reicher ein Staat wird, desto größer wird dort das Asthma-Problem. Und: Kinder an Hauptstraßen haben häufiger Asthma als Kinder, die in verkehrsarmen Seitenstraßen wohnen.
 
Wie entscheidend die Ernährung ist, belegt die Erkenntnis, dass insbesondere in englischsprachigen Ländern – Großbritannien, Neuseeland, Australien, Irland, Kanada und USA – sich bei Kindern das Auftreten von Asthma, Heuschnupfen und Ekzemen häuft. Die Ernährungsgewohnheiten dieser Länder ähneln sich stark: Fast Food und fettes Essen werden bevorzugt. Aus dem Vergleich mit anderen Ländern wissen die Forscher: Mediterrane Kost mit Meeresfisch, Gemüse, Hülsenfrüchten, Brot, Nüssen und Oliven- oder Rapsöl sowie das Stillen schützt.

Die Studie hat weitere Risikofaktoren für Allergien und Asthma entdeckt: das Rauchen der Eltern sowie die Einnahme des Schmerzmittels Paracetamol in früher Kindheit. Und den sozialen Status: Tatsächlich konnten die Wissenschaftler beweisen, dass mit der Höhe des Bruttosozialproduktes (BSP) eines Staates die Zahl der Menschen mit einer Asthmaerkrankung zunahm.

Dass Belastungen durch den Straßenverkehr das Asthmarisiko erhöhen, dürfte kaum verwundern: Kinder an Hauptstraßen haben häufiger Asthma als Kinder, die in verkehrsarmen Seitenstraßen wohnen. Verantwortlich dafür sind die Abgase aus Diesel-Motoren, während Abgase aus Industrie-Schloten demgegenüber nur einen geringen Einfluss haben.

Berliner Ärzteblatt 11.04.2011/ Quelle: International Study of Asthma and Allergies in Childhood (ISAAC), Universität Münster (WWU)
 
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