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Lungenerkrankung erhöht Risiko für Blutungen im Gehirn

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD - Kombination aus chronischer Bronchitis und Lungenemphysem, Überblähung der Lunge) kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns einschränken. Warum COPD für das Gehirn so gefährlich ist, hat jetzt eine Studie entdeckt: Die Erkrankung kann zu kleinsten Blutungen im Gehirn führen.

Studien haben heraus gefunden, dass eine chronische Bronchitis Gefahren für das Gehirn birgt. So erhöht COPD die Gefahr für einen Schlaganfall. Der Grund liegt darin, dass bei Personen mit Lungenproblemen die Gefahr verdickter  Wände von Blutgefäßen doppelt so hoch ist wie bei Nicht-COPD-Patienten. Auch der Sauerstofftransport funktioniert nicht  mehr so gut, was die Versorgung des Gehirns behindert.  

Untersuchungen haben auch ergeben,  dass die Gehirnleistung gerade von älteren Patienten mit COPD gestört ist. Das führt dazu, dass diese Patienten häufiger eine Hirnleistungsstörung entwickeln, als Patienten ohne COPD. Eine Demenz wird bei Senioren mit einer Lungenerkrankung oft fest gestellt.     

In einer kürzlich veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler jetzt die mögliche Verbindung zwischen COPD und einer Einschränkung der Gehirnleistung gefunden. Die Lungenerkrankung erhöht die Gefahr von kleinsten Blutungen in den Blutgefäßen des Gehirns. Beobachtet wurde das bei 810 Patienten im Alter über 55 Jahren, von denen 165 unter COPD litten.  Die COPD-Patienten hatten viel öfter solche Blutungen im Vergleich zu Patienten mit einer normalen Lungenfunktion. 

Warum diese Erkenntnis wichtig ist? Sie eröffnet neue Behandlungsmethoden, um Hirnleistungsstörungen, Schlaganfälle und Demenz zu verhindern. 

Berliner Ärzteblatt 23.07.2013/ Quelle: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine
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