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Äpfel helfen COPD vorbeugen (Foto: Stockbyte)
Äpfel helfen COPD vorbeugen (Foto: Stockbyte)
Obst und Gemüse vermindern Risiko für Lungenerkrankung

Husten, Bronchitis und Atembeschwerden – das sind die typischen Anzeichen einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Die dauerhafte Verengung der Atemwege schadet aber nicht nur der Lunge, sondern längerfristig dem gesamten Körper. Betroffen sind z.B. das Herz, der Muskulatur, den Stoffwechselorganen und dem Skelett. Bisher gibt es keine ursächliche Behandlung, sondern man kann nur eine Linderung der Symptome erreichen. Dazu gibt es Medikamente. Jetzt haben Lungenärzte aus Schweden und Polen heraus gefunden, dass eine Ernährung mit vielen frischen Früchten und Gemüsen das Erkrankungsrisiko für COPD vermindern kann.  

Wenn Ärzte über COPD sprechen, dann steht eine Ursache für diese fortschreitende Lungenerkrankung an erster Stelle: das Rauchen. Bei 80% der Patienten hat Nikotinkonsum die Lunge so geschädigt, dass ständige Schleimproduktion das Lungengewebe immer weiter zerstört hat. Deshalb wird der Verzicht auf Rauchen als erste Maßnahme zur Vorbeugung von COPD genannt. 

Doch die Ergebnisse einer Studie an 44.335 Männern im Alter von 45 bis 79 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich 13,2 Jahren zeigen, dass der hohe Konsum von Obst und Gemüse der Lungenerkrankung ebenfalls vorbeugen kann. Etwas über 60% der Männer hatte im Verlauf ihres Lebens schon mal geraucht, 24% waren aktuell Raucher und 38,5% hatte noch nie geraucht. 

Während der Beobachtungszeit wurden 1918 neue Fälle von COPD diagnostiziert. Die Ärzte entdeckten einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Früchte- und Gemüseverzehr und dem Auftreten der Erkrankung. So traten in der Patientengruppe mit geringem Obst- und Gemüsekonsum (unter zwei Portionen am Tag) 1166 Fälle bei aktiven und 506 bei ehemaligen Rauchern auf. Bei denjenigen, die sehr viel Obst und Gemüse verzehrten (fünf Portionen am Tag und mehr) wurden 546 Fälle bei den Rauchern und 255 bei den ehemaligen Rauchern gezählt. 

Das bedeutete, dass die diejenigen, die fünf und mehr Portionen Obst und Gemüse am Tag aßen ein im Vergleich zu denjenigen, die weniger als zwei Portionen verzehrten ein um 35% vermindertes Risiko für eine COPD-Erkrankung hatten. Oder anders ausgedrückt: Im Vergleich der Niemalsraucher, die fünf Portionen Obst und Gemüse täglich zu sich nahmen, war das Risiko für COPD bei den Rauchern, die weniger als zwei Portionen aßen 13,5 mal so hoch, bei den ehemaligen Rauchern mit weniger als zwei Obst- und Gemüserationen täglich um ein Sechsfaches höher. 

Bei den Rauchern senkten fünf Portionen das Erkrankungsrisiko um 40%, bei den ehemaligen um 34%. Jede zusätzliche Portion Obst und Gemüse am Tag vermindert das COPD-Risiko bei ehemaligen Rauchern um 4% und bei aktiven Rauchern sogar um 8%. 

Allerdings, nicht jedes Obst oder Gemüse schafft das: Besonders wirksam sind Äpfel, Birnen, grünblättriges Bemüse, Paprikaschoten. Als nicht wirksam werden Beerenfrüchte, Bananen, Zitrusfrüchte, Kreuzblütler (z.B. Kohlsorten, Rpas, Steckrübe, Rettich, Radieschen, Kresse), Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Rote Beete, Schwarzwurzeln), Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Erbsen klassifiziert.

Die positive Wirkung stammt wahrscheinlich von den Antioxidantien, die in den Obst- und Gemüsesorten stecken. COPD hat viel mit Entzündungen zu tun, die vom Rauchen noch gefördert werden. Diese Entzündungen werden offenbar von den Antioxidantien gedrosselt.  

cs 21.2.2017/ Quelle: Thorax

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