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E-Zigaretten scheinen Lungenentzündung zu fördern

Noch streiten sich Mediziner darüber, ob E-Zigaretten nun eigentlich gesundheitlich unbedenklich sind oder nicht. Ob das Verdampfen von Liquiden weniger Schadstoffe als eine „normale“ Zigarette freisetzt oder andere, aber nicht weniger gefährliche. Und ob E-Zigaretten tatsächlich ihren Anspruch erfüllen, vom Tabakqualmen zu befreien. Inzwischen sich mehren aber die Anzeichen, dass der Dampf  Atemwege und  Lunge schädigen können.

Mediziner der Universität London haben die E-Zigaretten an Zellen, Mäusen und Menschen ausprobiert. Dabei stellte sich heraus, dass der Dampf der E-Zigaretten einen dem traditionellen Zigarettenrauch vergleichbaren negativen Effekt auf die Lunge hatte und deren Anfälligkeit für eine Infektion mit Pneumokokken erhöhte.

Diese Folge wurde fest gestellt, als Zellkulturen dem E-Zigaretten-Dampf ausgesetzt wurden. Dabei produzierten die Zellen vermehrt einen bestimmten sogenannten Rezeptor (PAFR), der Auslösern einer Pneumonie Tür und Tor öffnet. Als die Untersuchungen an Mäusen ausgeführt wurden, wiederholte sich genau dieser Effekt. So konnten die Wissenschaftler vermehrt infektionsauslösende Bakterien an den Rachen- und Nasenschleimhäuten der Tiere nachweisen.

Dann wurden bei elf regelmäßigen E-Zigaretten-Rauchern und sechs Kontrollpersonen, die nicht rauchten, die Nasenschleimhaut untersucht. Nach zehn Zügen aus der E-Zigarette innerhalb von fünf Minuten hatte sich das Vorkommen der infektionsbeschleunigten Rezeptoren im Vergleich mit den Nichtrauchern um das Dreifache erhöht.

Was man aus diesen Ergebnissen schließen darf? Obwohl die vorliegende Untersuchung keinen Beweis für die Gefahr einer Lungenentzündung durch E-Zigaretten liefert, belegt sie doch das unterschätzte Gefahrenpotenzial von E-Zigaretten. In wieweit Atemwege und die Lunge durch den Dampf der E-Zigaretten tatsächlich geschädigt werden, muss durch längere Studien mit viel mehr Teilnehmern erwiesen werden.

14.2.2018 cs/ Quelle: European Respiratory Journal

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