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Kurzsichtigkeit: Mit dem Laser in sieben Minuten behoben
Laseraugenoperationen: Scharf sehen ohne Brille

Zwei von der Universität Frankfurt veröffentlichte Studien bestätigen den Erfolg von Laseroperationen am Auge. Thomas Kohnen, leitender Oberarzt der Klinik für Augenheilkunde, kann durchaus positive Erfolge aufweisen: Untersucht wurden insgesamt 36 operierte Augen in Abständen von einem und drei Jahren nach der Operation.

Operiert wurde mit der am häufigsten verwendeten Methode Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK). Die LASIK-Operation, die in örtlicher Betäubung durchgeführt wird, ist schmerzfrei und nimmt nur etwa sieben Minuten in Anspruch. Das Sehvermögen ist bereits nach wenigen Tagen wieder hergestellt.

Um eine Kurzsichtigkeit (von -1 bis maximal -10 Dioptrien) zu korrigieren, wird bei diesem Verfahren ein Hornhautscheibchen weggeklappt, darunter gelasert und das Hornhautscheibchen wieder auf das Auge geklappt. Bei der Operation der Weitsichtigkeit (von +1 bis maximal +4 Dioptrien) muss der Arzt zusätzlich eine Krümmung modellieren. Die Korrektur der Weitsichtigkeit bringt allerdings wesentlich mehr Risiken und schlechtere Langzeitergebnisse mit sich als die der Kurzsichtigkeit, so Kohnen.

In zwei von drei Fällen sahen kurzsichtige Patienten mit dem gelaserten Auge genauso scharf wie vor der Operation mit Brille oder Kontaktlinsen. Fast ein Drittel der insgesamt 36 Studienteilnehmer sah nach der OP besser, nur in zwei Fällen verschlechterte sich die Sehkraft nach dem Eingriff.

Das LASIK-Verfahren wurde 1989 entwickelt und seit 1993 angewendet. Seit 1990 haben sich weltweit bereits mehr als sechs Millionen Menschen für einen LASIK- Eingriff entschieden, in Deutschland sind es jährlich bis zu 80.000. Die Kosten belaufen sich auf etwa 2.000 Euro pro Auge, manche Krankenkassen bieten Zuschüsse an. Nebenwirkungen können unter anderem erhöhte Blendempfindlichkeit, Fremdkörpergefühl oder schlechtes Dämmerungssehen sein.

WANC 07.06.04/dgk

WDR.de

Universität Regensburg

 
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