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Künstliche Zähne: Mikroorganismen verursachen häufig Entzündungen (Foto: DAK/Wigger)
Zahnimplantate: Angriff der Bakterien

Bakterienbefall von Implantaten und damit verbundene Entzündungen des Gewebes entstehen hauptsächlich durch das Material, mit dem sie verschlossen werden.

Zur Füllung am besten geeignet sind Stifte aus so genanntem Guttapercha, einem kautschukähnlichen Stoff, der aus dem milchigen Saft des Gummibaumes gewonnen wird. Guttapercha-Stifte lassen sich nicht nur besonders einfach einführen und entfernen, sondern beugen auch der Bakterienbildung vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Dr. Xin Xie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität zu Köln durchgeführt hat.

Implantate als Ersatz für nicht mehr vorhandene Zahnwurzeln sind in der Zahnmedizin in den letzten zwei Jahrzehnten sehr populär geworden. Sie werden als Pfeiler benutzt, auf die der tatsächliche Zahnersatz in Form einer Krone, Brücke oder Prothese aufgesetzt werden kann. Dabei muss das Implantat fest mit dem Kieferknochen zusammenwachsen, erst dann ist es wirklich belastbar. Die Materialien, die für Implantataufbauten benutzt werden, müssen daher aus gewebeverträglichen Substanzen hergestellt oder damit beschichtet sein. Das Problem: Derartige Stoffe sind nicht nur gewebefreundlich, sondern zugleich Nährboden für krankheitserregende Bakterien. Sie können die Oberfläche des Implantats schädigen und eine frühe Verbindung mit dem Knochen verhindern.

Darüber hinaus verursachen die Mikroorganismen häufig Entzündungen des Bindegewebes. Dies führt zu einer Lockerung des Implantats und im Extremfall sogar zum Verlust desselben. Aus diesem Grund sollten Implantate sehr sorgfältig vor Verunreinigungen durch Bakterien im Mund geschützt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Verschluss zwischen Implantat und Implantataufbau. Er muss verhindern, dass Krankheitserreger in den Aufbau eindringen und sich dort vermehren.

Zu den Materialien, mit denen Implantathohlräume in der Regel gefüllt werden, gehören Wachs, Silikonmasse, die kautschukähnliche Substanz Guttapercha sowie Kunststoffstifte. Allerdings sind nicht alle diese Stoffe klinisch und hygienisch gleichermaßen für den Verschluss von Implantaten geeignet. In der von Dr. Xin Xie durchgeführten Stichprobe war das Keimwachstum bei den verschiedenen Materialgruppen höchst unterschiedlich. So bildeten sich die meisten Mikroorganismen bei der Verwendung von unsterilisiertem Wachs. Doch auch steriles Wachs, Silikon und Plastikpins führten zu einem erhöhten Befall von diversen Bakterien. Die Guttapercha-Proben wirkten dagegen desinfizierend. Nur bei etwa einem Zehntel der untersuchten Fälle konnte überhaupt schwaches Wachstum zweier Typen von Krankheitserregern nachgewiesen werden. Alle anderen blieben vollkommen keimfrei.

WANC 14.06.04/idw

ZahnART

Zahnprofi

 
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