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Kranke Zähne können dem gesamten Körper schaden (Foto: DAK/Wigger)
Kranke Zähne können dem gesamten Körper schaden (Foto: DAK/Wigger)
Kranke Zähne deuten oft auf einen kranken Körper

Zwischen Erkrankungen des Mundraumes und der Gesundheit der gesamten Körpers gibt anscheinend viele Verbindungen. So wurden in verschiedenen wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Zahnerkrankungen wie Parodontitis und Erkrankungen wie etwa denen des Herz-Kreislauf-Systems, Diabetes mellitus, psychischen Erkrankungen oder Schmerzsyndromen ermittelt. Für die Zahnbehandlung ist das nicht ohne Bedeutung, denn bestimmte Erkrankungen müssen bei der Planung der Therapie berücksichtigt werden.

Wie sich Erkrankungen des Mundraums auf andere Körperregionen auswirken, ist besonders bei der craniomandibulären Dysfunktion (CMD = Fehlfunktion des Kiefers) belegt. Verspannungen und Schmerzen der Kau-, Gesichts- und Halsmuskulatur, Kiefergelenkschmerzen und -geräusche sowie Dyskoordinationen und Limitationen der Unterkieferbewegungen können - genau wie Kopfschmerzen oder Ohrgeräusche - auf eine Kieferfehlstellung zurückgehen.

Parodontitis verschlechtert Diabetes, Diabetes beeinflußt Parodontitis
Forschungsergebnisse der Universität Bonn zeigen auf, dass Diabetes mellitus die Entstehung und den Verlauf einer Parodontitis negativ beeinflussen kann. Neu ist die Erkenntnis, dass auch umgekehrt eine schwere Parodontitis zu einer verstärkten Insulinresistenz und schlechter Blutzuckerkontrolle führen kann. Auch kardiovaskuläre Komplikationen können durch eine Parodontitis befördert werden. Inzwischen wird sogar vermutet, dass die Mortalität von der Schwere der Entzündung des Zahnhalteapparates abhängt. Die Deutsche Mundgesundheitsstudie sagt, dass Parodontitis mittlerweile Karies als eine der führenden Volkskrankheiten den Rang abzulaufen droht. Speziell hier kommt der Pflege und der Prophylaxe im Alter eine herausgehobene Bedeutung zu. Daneben können sich altersbedingt Probleme im Bereich der Mundschleimhaut ergeben wie Mundtrockenheit in der Folge einer nachlassenden Leistung der Speicheldrüsen und geringerer Flüssigkeitsaufnahme im Alter.

Erkrankungen beeinflussen die Form der Zahnbehandlung
Neben den Zusammenhängen zwischen Erkrankungen des Mundbereiches und des übrigen Körpers nehmen diese Krankheitsbilder aber auch in stärkerem Maß Einfluss auf die tägliche Behandlung. Weil das Durchschnittsalter der Patienten weiter zunehmen wird, sind bei zahnärztlichen Eingriffen vermehrt internistische Grunderkrankungen zu berücksichtigen und in die Planung einzubeziehen. Dazu gehören einerseits die bereits erwähnten Herzkreislauferkrankungen und die zunehmende Zahl von Patienten mit Herzklappenersatz, bei denen das Gerinnungsmanagement angepasst, eine Endokarditisprophylaxe bedacht und das Management der Lokalanästhesie überprüft werden müssen. Aber auch Nieren- und Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie der Diabetes mellitus und Knochenerkrankungen wie die Osteoporose müssen bei der Planung invasiver zahnärztlicher Eingriffe im Hinblick auf medikamentöse Therapie und Prophylaxe berücksichtigt werden.

14.11.11/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK)
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