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Zahnschäden durch Säuren

Immer häufiger werden Zahnschäden durch Erosionen. Darunter versteht man den Verlust von Zahnsubstanz durch sogenannte Säuren aus Nahrungsmitteln und Getränken.

"Mami, Mami, er hat gar nicht gebohrt...!", das könnte bald auch bei so genannten Erosionen der beliebteste Ausspruch werden. Erosionen sind Zähnschäden, die nicht durch bakteriellen Zahnbelag, sondern durch die chronische Einwirkung von Säuren entstehen.

Die Zahl der Betroffenen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und da besonders Jugendliche unter Erosionen leiden, gewinnt diese Thematik immer mehr an Bedeutung. Eine Ursache für die Zunahme von Zahnschäden durch Säuren ist möglicherweise der deutliche Anstieg des Verbrauchs von sauren Getränken, was im übrigen nicht auf den Zuckergehalt schließen läßt. In den letzten 30 Jahren ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Limonaden und Erfrischungsgetränken von 19 auf 40 Liter angestiegen, der Konsum von Fruchtsäften nahm von 70 auf fast 100 Liter und von Cola-Getränken von 18 auf 40 Liter zu.

Selbst in Fachkreisen war bisher über diese Zahnerkrankung und ihre Therapie wenig bekannt. Eine Arbeitsgruppe der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und präventive Zahnheilkunde, Gießen hat sich dieses Problems angenommen. Es hat sich gezeigt, dass bei der Diagnose "Erosionen" an den betroffenen Zähnen oftmals nicht sofort "gebohrt" werden muss. Vielmehr können Substanzverluste schon mit nicht invasiven Maßnahmen deutlich verringert oder gar aufgehalten werden.

 Die wirksamste Maßnahme ist die häufige Anwendung von Fluorid in Form von Mundspüllösungen und eines konzentrierten Fluoridgels. Die Anwendung sollte von Zahnarzt individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sein. Saure Nahrungsmittel sollten zusammen mit Milchprodukten verzehrt werden, da sie sehr kalziumreich sind. In manchen Fällen kann eine individuell abgestimmte sanfte Mundhygiene notwendig sein. Nur in besonders schweren Fällen ist eine Versorgung der Zähne mit Kronen oder Teilkronen nötig. Das kann in vielen Fällen bei rechtzeitigem Eingreifen jedoch vermieden werden.

Die Gießener Wissenschaftler haben jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem innerhalb weniger Monate ein Verlaufsprotokoll möglich ist.

WANC 16.03.04

Universtität Gießen

 
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