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Mikrowellen-Herde: Austretende Mikrowellen sind in unmittelbarer Nähe des Gerätes noch intensiv genug, um bei längerer Einwirkung Augenschäden verursachen zu können (Foto: Photo Objects)
Mikrowellen-Herde können Grauen Star verursachen

Wenn die Dichtungen älterer Mikrowellengeräte porös werden, können Strahlung und Hitze austreten. Die austretenden Mikrowellen sind in unmittelbarer Nähe des Gerätes noch intensiv genug, um bei längerer Einwirkung Augenschäden wie Grauen Star verursachen zu können.

Laut Umweltlexikon haben Stichproben gezeigt, dass etwa zehn Prozent der alten Geräte erhebliche Leckagen aufweisen. Kombinierte Geräte haben außer dem Mikrowellengenerator noch andere Wärmequellen wie Grill und Lüfter. Hier ist auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der "Zusatz-Eigenschaften" eine Hitzeentwicklung in unmittelbarer Nähe des Gerätes vorhanden. Sowohl durch praktische Tests und eigene Erfahrung als auch durch eine Medizinerin der Techniker Krankenkasse (TK) wurden die ersten beiden Punkte bestätigt.

Dabei ist es wichtig, dass die Mikrowellen im Mikrowellen-Herd gefangen bleiben, da austretende Mikrowellen bei Menschen (und Tieren) zu schweren inneren Hitzeschäden, Gewebeschäden und Missbildung beim Embryo führen können. Bei modernen, intakten Geräten ist dies gewährleistet. Nach den Prüfvorschriften des VDE sollen M.-Herde bei geschlossener Tür nicht mehr als 5 mW/cm² (zukünftig 1 mW/cm²) Störstrahlenintensität nach außen abgeben. Geräte neuerer Bauart liegen bis zum zehnfachen (bzw. zweifachen) unter diesem Grenzwert und arbeiten nur bei geschlossener Tür. Stichproben zeigten
allerdings, dass etwa 10 Prozent der alten Geräte erhebliche Leckagen aufweisen.

Manche TÜV-Niederlassungen testen gegen Entgelt Mikrowellen-Geräte auf solche Leckagen. Preiswerte Mikrowellen-
Prüfgerate (ca. 10 Euro) für eigene Messungen sind im Elektrohandel erhältlich.Obwohl bei modernen Mikrowellen-Herden die Sichtfenster nicht mehr Strahlung durchlassen als Rück- und Seitenwände, sollten Kinder auf keinen Fall mit dem Gesicht am Sichtfenster kleben. Die austretenden Mikrowellen sind in unmittelbarer Nähe des Gerätes noch intensiv genug, um bei längerer Einwirkung Augenschäden (Grauer Star) verursachen zu können.

Baubiologen gehen davon aus, dass nicht jeder Mensch gleich auf Strahlungen reagiert. Baubiologe Wolfgang Priggen rät deshalb zu einem Sicherheitsabstand von fünf Metern von Mikrowellengeräten. Auf keinen Fall solle man durch deren Fenster schauen. Sichtfenster und Türdichtungen seien die Schwachstellen einer Mikrowelle. Sobald sich Fette an den Dichtungen absetzen, seien diese nicht mehr geerdet und die Strahlung dringe durch den Raum. Nützlich könne eine aufgeklebte Alufolie auf dem Sichtfenster sein.

Selbst wenn es sich hier um einen "Glaubensstreit" unter Fachleute handeln sollte, darf dieser nicht auf Kosten der Gesundheit geführt werden. Im Zweifelsfalle rät die TK daher die Verbraucher zur Vorsicht.

WANC 18.02.05

WHO

Science ORF

Berufsgenossen- schaft

Risiko Elektrosmog (PDF-Datei)

 
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