Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Glaukom: Doppelt so hohes Risiko für Verkerhrsunfälle

Ein Glaukom schränkt das Gesichtsfeld ein. Das, so mahnen Augenärzte, hindert die Betroffenen daran, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Tests am Fahrsimulator hätten ergeben, dass das Unfallrisiko deutlich erhöht ist.
 
Glaukom bei uns auch als „grüner Star“ bezeichnet. Die Krankheit ist heimtückisch. Sie schädigt langsam aber unaufhaltsam die Fasern des Sehnervs, die vom Auge zum Gehirn führen. Das scmerzt nicht und wird meist erst bemerkt, wenn das Sehen schon stark gestört ist. Es fängt häufig an mit Sehausfällen an den Rändern des Gesichtsfelds. Das sind punktuelle Sehlücken, die sich mit der Zeit flächenartig über das gesamte Gesichtsfeld ausbreiten. Professor Dr. med. Franz Grehn aus Würzburg weiß, dass viele Patienten diese Beeinträchtigungen oft unbewusst durch vermehrte Augenbewegungen auszugleichen versuchen.

Doch, so Grein, beim Autofahren erreiche man da sehr schnell sein Grenzen. Die große Gefahr lauere, dass pötzliche Bewegungen am Rand des Blickfelds häufig übersehen werden könnten. Eine aktuelle Studie japanischer Augenärzte habe für Menschen mit fortgeschrittenem Glaukom ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie für Augengesunde gezeigt. Deshalb würden auch gehäuft Zusammenstöße mit Fahrzeugen oder Menschen passieren, die von der Seite kommen. Die Unfälle wären oft schwer, da die Reaktionszeit der Glaukompatienten verkürzt sei und sie viel zu spät bremsen würden.
 
Gesichtsfeldausfälle müssten deshalb frühzeitig erkannt werden. Obwohl Menschen mit Glaukom häufig bis zum Endstadium der Erkrankung noch ohne Brille sehen könnten, weil der Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut von der Erkrankung verschont geblieben sei. Ein einfacher Sehtest offenbare die Mängel nicht, dazu müsse der Augenarzt den Augeninnendruck bestimmen und den Sehnerv untersuchen. Medikamente könnten die Krankheit in der Regel aufhalten und oft auch die Fahrtüchtigkeit erhalten.
 
Berliner Ärzteblatt 02.05.2013/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG)
Grüner Star: Hochdruck im Auge

Grüner Star: Heimlicher Dieb des Sehens

Grüner Star: Früh erkannt, Gefahr gebannt

Individuelle Gesundheitsleistungen: Wann Ärzte Patienten zur Kasse bitten

 
Seite versenden  
Seite drucken