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Auge
AMD und Herz-Kreislauf-Krankheiten stehen in einem Zusammenhang (Foto: pte)
Aspirin kann die Augen schädigen

Aspirin wird von vielen Menschen genommen - beispielsweise bei Schmerzen oder zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Problemen. Doch so harmlos, wie es oft dargestellt wird, ist Acetylsalicylsäure nicht. In höheren Mengen eingenommen, kann es das Risiko für innere Blutungen erhöhen. Jetzt haben Wissenschaftler heraus gefunden, dass Aspirin über eine längere Zeit verwendet, das Auge schädigen können: Es erhöht das Risiko für eine sogenannte altersbedingte Makuladegeneration.

Bei einer Makuladegeneration (Makula = Netzhaut) verfällt die Leistung der rund 30.000 Sehzellen. Zusätzlich schränken Zell- oder Gefäßwucherungen das Sehvermögen ein. Weil immer mehr Netzhautzellen absterben, wird zuerst die Sehfähigkeit im zentralen Sichtfeld des Auges beeinträchtigt - das macht sich durch einen gelben Fleck bemerkbar. Makuladegeneration kann zur Erblindung führen. Altersbedingt wird sie genannt, weil sie vorwiegend Menschen über 65 Jahren betrifft und mit zunehmendem Alter immer häufiger wird.

In der Studie nahmen von den 2389 beobachteten Personen 257 regelmäßig Aspirin ein. Von diesen ständigen Aspirinnutzern bekamen 63 - das sind 24,5% - eine Makuladegeneration. Über einen Zeitraum von 15 Jahren betrug das Risiko der Patienten, die regelmäßig Aspirin einnahmen, eine Makuladegeneration zu entwickeln 9,3%. Diejenigen, die kein Aspirin verwendeten, hatten dagegen nur ein Risiko von 3,7%. Die Mediziner stellten auch fest, dass sich mit einer erhöhten Menge von Aspirin auch das Risiko für die Augenschädigung steigerte.

Diese Ergebnisse sind durchaus problematisch. Denn viele Patienten nehmen Acetylsalicylsäure, um dadurch das Blut zu verdünnen. Damit lassen sich Blutgerinnsel (Tromben) vorbeugen und Herzinfarkt sowie Schlaganfälle vermeiden. Die Wissenschaftler mahnen nun, den Einsatz von Aspirin besser zu überdenken und das Verhältnis von Nutzen und Risiken genauer zu bestimmen. Es müsse differenziert werden, für welche Patienten sich die Einnahme lohne.

Berliner Ärzteblatt 23.01.2013/ Quelle: JAMA Intern Med. 2013
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