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Rauchen gefährdet die Zahngesundheit (Foto: Ich-und-Du / pixelio.de)
Rauchen gefährdet die Zahngesundheit (Foto: Ich-und-Du / pixelio.de)
Raucher riskieren ihre Zähne

Wie sehr Rauchen die Gesundheit gefährden kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Und dass Rauchen eine Gefahr für die Zähne ist, dürfte sich mittlerweile auch herum gesprochen haben. Wie sehr Rauchen aber tatsächlich den Verlust von Zähnen fördert, belegt jetzt eine Langzeitstudie. 

Die Bundeszahnärztekammer macht es in einer Aufklärungsbroschüre (Rauchen und Mundgesundheit, http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/presse/rauchen_mundgesundheit_faltblatt.pdf) deutlich: Raucher haben – je nachdem wie viel sie rauchen – eine bis zu fünfzehn Mal so hohe Wahrscheinlichkeit an Parodontitis zu erkranken, wie Nichtraucher. Rauchen fördert die Lockerung von Zähnen. Je mehr geraucht wird, umso größer ist die Gefahr, dass sich die Zähne lockern. Auf die Behandlung einer Parodontitis reagieren Raucher deutlich schlechter als Nichtraucher. Infolge der Parodontalerkrankung (Entzündungen des Zahnhalteapparates)verlieren Raucher häufiger als Nichtraucher ihre Zähne.

Laut Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) haben Raucher ein deutlich höheres Risiko als Nichtraucher, ihre Zähne bereits in jungen Jahren zu verlieren. Untersucht wurden 23.376 Frauen und Männer, deren Gesundheitsdaten ab den Jahren 1994-1998 erfasst wurden. Und zwar unterschieden in die drei Altersgruppen unter 50 Jahren (Gruppe 1), im Alter zwischen 50 und 59 Jahren (Gruppe 2) und im Alter zwischen 60 und 70 Jahren (Gruppe 3). 

Im Vergleich zu Studienteilnehmern, die nie geraucht haben, hatten starke Raucher ein um das 3,6-fach erhöhte Risiko, ihre Zähne vorzeitig zu verlieren. Bei starken Raucherinnen lag das Risiko 2,5mal höher. Starkes Rauchen bedeutete täglich mehr als 15 Zigaretten zu konsumieren. Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Zahnverlust war bei jüngeren Personen (Gruppe 1) und bei starken Rauchern stärker ausgeprägt als bei älteren. 

Die Wissenschaftler beschreiben den Zusammenhang so: „Man verliert seine Zähne hauptsächlich als Folge von Karies oder Parodontitis. Wir wissen zudem, dass Rauchen einer der Hauptrisikofaktoren für Parodontitis ist. Daher ist der beobachtete Zusammenhang zwischen Rauchen und Zahnverlust sicherlich primär durch ein erhöhtes Auftreten der Parodontitis bei Rauchern zu erklären.“ Thomas Dietrich von der Universität Birmingham, UK, erklärt: "Zahnfleischentzündungen bei Rauchern lassen sich somit auch als erstes greifbares Warnsignal sehen, das darauf hinweist, dass die Gesundheit durch den Tabakkonsum bereits stark geschädigt ist. Unglücklicherweise maskiert Rauchen Zahnfleischbluten – eines der wenigen Symptome einer Parodontitis. Hierdurch kann das Zahnfleisch bei Rauchern gesünder erscheinen, als es tatsächlich ist. Dies sollten Raucher aber auch Zahnärzte berücksichtigen.“

Allerdings hat die Studie auch ergeben, dass diejenigen Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, ihr Risiko verringern konnten. Das erfolgte relativ rasch. Doch um das Risikoniveau einer Person, die niemals geraucht hat, wieder zu erreichen, braucht man Geduld. Laut Studie sind es zwischen 10 und 20 Jahren.

16.09.2015/ Quelle: Journal of Dental Research

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