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Skepsis ist angebracht: Zahnärzte liefern keine gute Qualität (Foto: DAK/Schläger)
Skepsis ist angebracht: Zahnärzte liefern keine gute Qualität (Foto: DAK/Schläger)
Zahnärzte: Mangelhafte Qualität

Wie gut sind unsere Zahnärzte? Nicht gut. Eine Studie hat heraus gefunden, dass in weniger als einem Drittel von 114 untersuchten Zahnarztpraxen in Deutschland Befund und Beratung so gut waren, wie es der Patient erwarten darf.

Die Studie hat vor allem "Die Qualität des zahnärztlichen Erstbefundes" unter die Lupe genommen. Von dem oft behaupteten hohen Niveau der zahnärztlichen Versorgung in Deutschland bleibt danach nicht viel übrig. Die Studienautoren gruppierten und bewerteten die geprüften Praxen nach einer Notenskala von 1 bis 6, wobei 1 und 2 für "gut" standen, 3 und 4 für "mittel", 5 und 6 für "schlecht". Das Resultat: Die Durchschnittsnote lag bei 3,53. Nur rund 29 Prozent, also nicht einmal jede dritte Praxis, bekam die Note "gut". 30,7 Prozent schnitten mit "schlecht" ab.

Schlechte Bewertungen
Die Bewertung erfolgte auf Basis detaillierter Befunde: Alle Testpatienten wurden nach einem einheitlichen Verfahren durch die Gutachter untersucht und über die Ausgangsbefunde aufgeklärt. Die Gutachter und Autoren der Studie hatten den Testpersonen  dafür genau erklärt, welche Untersuchungen sie in den Praxen erwarten könnten. Für ihre Praxisbesuche erhielten die Tester Fragebögen zur Dokumentation. Diese bildeten die Grundlage für die Bewertung der einzelnen Praxen durch die drei Gutachter.

Häufig falsche Einschätzung von schweren Fällen
Ein auffälliges Ergebnis war auch, dass die schwereren Fälle unter den Test-Patienten noch deutlich schlechtere Erfahrungen machten als die leichten. Bei ihnen lag die Durchschnittsnote nur bei 4,4. Insgesamt zeigt sich außerdem eine enorme Abweichung der Ergebnisse bei den einzelnen Patienten. In rund 35 Prozent der Praxen hätte der Befund zu einer Über- oder Unterversorgung des Patienten geführt: Bei 18,4 Prozent der Praxen stellten die Studienautoren eine Unterversorgung fest, in 13,2 Prozent eine Überversorgung und in weiteren 3,5 Prozent der Fälle trat sogar beides zusammen auf.

Die gemeinsam von ERGO Direkt Versicherungen und dem "stern" initiierte und 2010 erhobene Untersuchung wurde von drei erfahrenen niedergelassenen Zahnärzten in Zusammenarbeit mit dem Kölner Institut für angewandte Verbraucherforschung (IFAV) durchgeführt. Die Befunde wurden in 114 Zahnarztpraxen aus verschiedenen Regionen Deutschlands erhoben. Insgesamt 23 gesetzlich versicherte Probanden ließen sich dafür in jeweils fünf nach dem Zufallsprinzip ausgesuchten Praxen in der Nähe ihres Wohnortes als neue Patienten untersuchen und beraten.

07.12.2011
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