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Foto: Wolfgang Hartmann für Heraeus Noblelight
Sonnenbanken stehen unter dem Verdacht, Hautkrebs zu fördern (Foto: Wolfgang Hartmann für Heraeus Noblelight)
Sonnenbanken: Zu hohe UV-Strahlung

Die Europäische Kommission hat Sonnenbanken kontrolliert. Die bräunenden Strahlen der Geräte stehen in dem strengen Verdacht, Hautkrebs zu fördern. Deshalb gibt es in der EU auch Vorschriften für den Betrieb in Sonnenstudios. Der Bericht der EU zeigt jetzt erhebliche Mängel auf. So überschreitet jede siebte Sonnenbank die Sicherheitsgrenzwerte für UV-Strahlen.

Zwischen September 2008 und September 2009 prüften die Marktüberwachungsbehörden in zehn EU-Mitgliedstaaten mehr als 500 Sonnenbänke an über 300 Standorten (meist Sonnenstudios und Wellnesszentren). Dabei stießen sie auf Defizite in drei wesentlichen Bereichen: Jede siebte Sonnenbank in einem Solarium überschreitet die Grenzwerte für UV-Strahlung; die Verbraucher werden nicht ausreichend beraten, auch nicht über die Gefahren der UV-Strahlung und das Sonnenstudio-Verbot für Minderjährige; auf den Sonnenbänken selbst sind nur unzureichende Warnhinweise angebracht (beispielsweise fehlen Hinweise darauf, dass UV-Strahlung Verletzungen hervorrufen kann).

John Dalli, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, erklärte dazu: „Ich bin besorgt darüber, dass ein hoher Prozentsatz von Sonnenbänken und Solarien die Sicherheitsvorschriften nicht einhalten. Hier geht es um ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen, da sich die Häufigkeit von Hautkrebs alle 15-20 Jahre verdoppelt. Die zuständigen Aufsichtsbehörden in den Mitgliedstaaten müssen dafür sorgen, dass diese Geräte sicher sind.“

Der Vizepräsident der Kommission Antonio Tajani, zuständig für Industrie und Unternehmen, fordert: „Sonnenbänke müssen sicher und unbedenklich für die Gesundheit sein, und es sind klare Anweisungen für die Benutzer darauf anzubringen. Ich fordere die Marktaufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten auf, den neuen Rahmen der EU für die Marktaufsicht, der seit Januar 2010 in Kraft ist, umfassend zu nutzen.”

Dass anscheinend überall Defizite und erhebliche Versäumnisse bestehen, belegt der Maßnahmenkatalog in den EU-Staaten: Die Behörden wollen nun verstärkt auf die Einhaltung aller maßgeblichen Sicherheitsvorschriften drängen. Es sollen mehr Inspektoren ausgebildet und die Verbraucherinformationen verbessert werden. Zudem arbeiten die Behörden enger mit den Herstellern von Sonnenbänken zusammen, die selbst Schulungsmaterialien für Dienstleister wie Sonnenstudios ausarbeiten.

Warum Sonnenbanken für die Haut gefährlich sind, erklärt der Bericht der EU – der das als den derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis wieder gibt – so: UV-Strahlung durch die Sonne ist ein Risikofaktor für Hautkrebs. Die IARC – International Agency for Research on Cancer sagt, dass es für künstliche UV-Strahlung durch Sonnenbanken bisher keinenwissenschaftlich eindeutige Belege gibt, dass sie generell Krebs hervorrufen. Das liegt vor allem daran, dass anscheinend nicht genügend Daten über die Langzeiteffekte des künstlichen Bräunens vorliegen und die Bestrahlungsintensität nicht bekannt ist. Es gebe allerdings hinreichend Belege dafür, dass Menschen, die in ihrer Jugend – im Alter unter 18 Jahre - Bräunungsstudios besuchten, ein stark erhöhtes Risiko für Hautkrebs aufweisen. Insgesamt schließt das IARC aus den verfügbaren Daten, dass ein zusätzliches Risiko für Krebs durch Sonnenbanken exisitiert.  Von manchen Studien wird dieses R Risiko sogar beziffert: auf 75 Prozent.

Um sich selbst zu schützen, solltem man einige grundlegende Vorsorgemaßnahmen treffen:
  • Sie sollten sich über ihr Bräunungsprogramm, das von ihrem Hauttyp abhängt, und über die Länge der einzelnen Bräunungssitzungen beraten lassen.
  • Sie sollten immer Schutzbrillen tragen.
  • Von Besuchen von Minderjährigen in Solarien wird abgeraten.

WANC 16.02.10, Quelle: Europäische Kommission, Prosafe - Joint action on sunbeds 2008 2009

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