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Die Mariendistel liefert den Extrakt Silibinin, der gegen verschiedenen Krebsarten aktiv sein soll (Foto: kladu / pixelio.de)
Die Mariendistel liefert den Extrakt Silibinin, der gegen verschiedenen Krebsarten aktiv sein soll (Foto: kladu / pixelio.de)
Extrakt aus der Mariendistel schützt gegen Hautkrebs

Die Mariendistel (Silybum marianum), ist eine Pflanz, deren Name einer alten Legende entstammt. Sie hat auch andere Namen: Christi Krone, Donnerdistel, Fieberdistel, Frauendistel, Heilandsdistel, Marienkörner oder Stechkörner. Aus der leicht zum verwildern neigenden Pflanze kann man eine pharmakologisch aktive Substanz gewinnen: Silibinin oder Silybin. Der Wirkstoff wird bereits zur Bekämpfung von Lebervergiftungen und Prostatakrebs eingesetzt. Neuer Studien zeigen nun, dass Silibinin vor Hautkrebs schützen kann.

Prof. Dr. Rajesh Agarwal vom Krebscenter der Universität von Colorado, USA, erklärt, wie man Hautkrebs aufhalten kann. Die von UV-Strahlung beschädigte und entartete Körperzelle muss man entweder reparieren oder abtöten, damit sie keinen Tumor entwickeln kann. Und dann sagt er: “Silibinin kann beides.”

Silibinin ist ein starker pflanzlicher Arzneistoff. Er wird beispielsweise bei einer Knollenblätterpilzvergiftung eingesetzt, um die Leber von den Toxinen zu befreien. In klinischen Studien hat Silibinin Erfolge bei der Behandlung des Prostatakarzinoms erzielt. Außerdem zeigte der Pflanzenstoff in Test, dass die Ausbreitung von Brustkrebs, Geebärmutterhalskrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs hemmen kann.

Jetzt scheinen Laborstudien zu belegen, dass Silibinin auch gegen Hautkrebs wirksam ist. In einer ersten Studie konnte Agarwal nachweisen, das von UVA-Strahlung beschädigte Zellen von dem pflanzlichen Wirkstoff getötet wurden. In einer zweiten Studie zeigte sich, dass eine präventive Behandlung mit Silibinin Körperzellen davon bewahren kann, von UVA-Strahlung demoliert zu werden.

An der Wirkung von Silibinin wird bereits seit 20 Jahren geforscht. Die neuen Erkenntnisse bedeuten allerdings noch kein Medikament. Bis eine deartige Behandlung bei Hautkrebs eingesetzt werden kann, dürften noch einige Jahre vergehen. Das liegt schon daran, dass unser Körper nur schlecht mit dem Pflanzenstoff umgehen kann: er ist nicht wasserlöslich und besitzt eine mangelhafte Bioverfügbarkeit.

Berliner Ärzteblatt 01.02.2013/ Quelle: Photochemistry and Photobiology, Molecular Carcinogenesis
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