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Sonnenbrand schmerzt nicht nur höllisch, sondern birgt auch große Gefahren für das Entstehen von Hautkrebs (Foto: William Veder/pixelio.de)
Sonnenbrand schmerzt nicht nur höllisch, sondern birgt auch große Gefahren für das Entstehen von Hautkrebs (Foto: William Veder/pixelio.de)
Sonnenbrand: Die unterschätzten Gefahren

Wenn die Sonne ihre UV-Strahlung auf unsere Haut los läst, dann droht Gefahr. Denn wer seine Haut nicht vor den Strahlen schützt, der kann schnell einen Sonnenbrand bekommen. Der aber gilt als wichtigster Auslösefaktor für Hautkrebs. Wissenschaftler haben heraus gefunden, dass Sonnenbrände noch gefährlicher sind als bisher angenommen, weil sie auf zwei Wegen zu dieser bösartigen Erkrankung beitragen.

Hautkrebs erleiden viel mehr Menschen, als viele annehmen. 2014 erkrankten etwa 20.000 Menschen in Deutschland an einem schwarzen Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt. Doch nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts werden mehr als 2.500 Betroffene an Tochtergeschwülsten in inneren Organen - den sogenannten Metastasen - sterben. Eine Erklärung für diese Entwicklung können die Forscher nun geben: Sonnenbrand sorgt nicht nur für Erbgutveränderungen von Pigmentzellen, sondern auch für  entzündliche Prozesse im umgebenden Gewebe. 

Sagt Prof. Dr. Thomas Tüting, Professor für Experimentelle Dermatologie am Universitätsklinikum Bonn: „Die Entzündungsreaktion der Haut nach starker Sonnenexposition begünstigt die frühe Auswanderung entarteter Pigmentzellen entlang von Gefäßen in das Körperinnere.“ Damit meint er, dass Sonnenbrand nicht allein die Pigmente verändert und die geschädigten Zellen in der Haut bleiben. Die Melanomzellen breiten sich in entzündeter Haut häufig auch auf der Oberfläche von Blutgefäßen aus.

Die UV-geschädigte Zellen können sich auf Blutgefäßoberflächen und in entzündlichem Gewebe besonders effektiv fortbewegen. Außerdem werden sie von Botenstoffen zur Wanderung angeregt, was die Ausbreitung der Metastasen in andere Organe beschleunigt und erklärt warum Melanome besonders häufig Organmetastasen entwickeln. Aufgrund dieser Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler neue Behandlungsstrategien entwickeln. Am besten aber ist es, sagen sie, einen Sonnenbrand zu vermeiden.


Berliner Ärzteblatt 04.03.2014/ Quelle: Nature

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