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Tuberkulose-Erreger
Tuberkulose: WHO rechnet mit weltweit 9 Millionen Erkrankten (Bild: biocentrum.dt.dk)
Tuberkulose: Kaum noch behandelbar

Die Zahl der Tb-Erreger, die sich erfolgreich gegen eine Behandlung zur Wehr setzen, nimmt dramatisch zu. Viele Erreger sind sogar multiresistent, das heißt, ihnen kann eine ganze Zahl von Antibiotika nichts mehr anhaben. Jetzt rächt sich, dass die lebensrettenden Medikamente in übertriebenen Mengen eingesetzt wurden und leider immer noch werden.

Seit den 90er Jahren ist die Infektionskrankheit Tuberkulose weltweit erneut auf dem Vormarsch. Besonders problematisch ist die Situation in Osteuropa. Dort nahmen in den letzten Jahren die multiresistenten Tuberkuloseerreger und auch die Resistenzen pro klinischem Isolat dramatisch zu. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO hat Baku, die Hauptstadt von Aserbaidschan, die höchste Quote von Patienten mit multiresistenten Tb-Erregern. Nach Ergebnissen der Studie ist die von ultraresistenten Erregern ausgelöste Tb (XDR-Tb) bisher in 45 Ländern aufgetreten.

Weltweit rechnet die WHO mit 9 Millionen Tb-Kranken. Pro Jahr werden etwa eine halbe Million neue Fälle gezählt. Allerdings wird angenommen, dass die Dunkelziffer erheblich höher liegt. Der Anteil der Multiresistenzen rangiert bei rund 5 Prozent der Tuberkulosefälle, in Osteuropa ist er in einigen Ländern bereits auf bis zu 22 Prozent angestiegen. Täglich sterben 4400 Menschen an Tb.

Ursachen für die Zunahme multiresistente Tb-Erreger liegen vor allem in langwierigen Diagnoseverfahren und dadurch bedingten Fehlmedikationen. In der Folge haben insbesondere die auf herkömmliche Antibiotika resistenten und andere weitgehend unbehandelbare Tuberkulose-Formen zugenommen.

Die WHO betont in der Studie auch die Ausbreitung von Tb in Zusammenhang mit der Immunschwächekrankheit Aids. In manchen Ländern sei die Quote der multiresistenten Tuberkulose unter den Aidskranken doppelt so hoch wie bei den Tuberkulosekranken, die nicht an Aids leiden. Die Verbindung zwischen Tb und Aids verursacht auch eine viel höhere Sterberate: Im Fall einer Medikamentenresistenz könne diese bis zu 90 Prozent betragen, so die WHO.

WANC 07.03.08

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