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Niesende
Schniefnase: Schnäuzen, hochziehen oder laufen lassen? (Foto: pixtal)
Richtiges Naseputzen will gelernt sein

Eine verstopfte Nase gehört für viele zu den unangenehmsten Seiten der kalten Jahreszeit. Wer sich häufig schnäuzen muss, riskiert zudem noch eine wunde Nase. Um dies und andere schmerzhafte Folgen zu verhindern, ist eine vorsichtige Schnäuz-Technik wichtig. Und auch wenn es viele eher eklig finden: Manchmal ist hochziehen besser als kräftig auszuschnauben.

Vehementes Ausschnauben, bei dem das letzte bisschen Schleim aus der Nase geprustet werden soll, produziert einen extremen Innendruck in der Nase – bis zu zehn Mal so hoch wie bei einem stattlichen Nieser. „High Pressure“ treibt den bakteriellen Nasenschleim in die Nebenhöhlen, so dass sich dort eine klassische Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln kann.

Generell ist es daher besser, ein Nasenloch nach dem anderen zu entleeren und nie beide zugleich. Dadurch baut sich kein so starker Druck in der Nase auf. Das gilt besonders bei kleinen Kindern. Bringen Sie dem Kind das richtige Schnäuzen bei: Die Nase in die Mitte des Taschentuches bringen, ein Nasenloch zuhalten und mit geschlossenem Mund schnäuzen lassen. So kann kein Sekret in die Ohren gelangen. Machen Sie vielleicht auch ein Spiel: „Wer kann länger – aber nicht unbedingt heftiger! – mit der Nase aus einem Loch pusten, Mutter oder Kind?“ Und üben Sie das Spiel möglichst, wenn das Kind gerade gesund ist.

Nicht die feine Art, aber gesünder als „kräftig trompeten“: die Nase hochziehen, sagt das Deutsche Grüne Kreuz. Bei Säuglingen, die sich natürlich noch nicht selbst schnäuzen können, sollte man den Schleim vorsichtig mit einem weichen Tuch aus der Nase entfernen. Noch besser ist ein spezieller Nasensauger aus der Apotheke.

Ob zum Schnäuzen lieber Papier- oder Stofftaschentücher benutzt werden, ist vor allem eine Frage der Sauberkeit. Aus hygienischen Gründen sind Papiertaschentücher zu bevorzugen. Viren werden nicht nur durch Niesen übertragen, sondern auch über die Hände. Um nicht andere anzustecken, ist es deshalb sinnvoll, nach dem Putzen der Nase die Hände gründlich zu waschen. Gebrauchte Papiertaschentücher gehören sofort in den Müll und nicht in den offenen Papierkorb, um die Ansteckungsgefahr zu begrenzen.

Das Nasensekret selbst sowie häufiges Schnäuzen und Reiben verursachen oft und besonders bei Kindern eine wunde Nase und wunde Lippen. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie die betroffenen Partien dünn mit Vaseline bestreichen.

Wer häufig unter Nasenbluten leidet, sollte allerdings ganz auf Taschentücher und Schnäuzen verzichten. Durch den hohen Druck im Kopf kann es ansonsten schnell wieder zu einer Blutung kommen. Betroffene sollten – nach Möglichkeit – einfach „hoch ziehen“ oder die Nase ganz vorsichtig über dem Waschbecken entleeren.

WANC 09.02.06

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