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Foto: DAK/Wigger
Grippe kann sich bei niedriger Luftfeuchtigkeit besser ausbreiten (Foto: DAK/Wigger)
Trockene Luft ermöglicht Grippewellen

Trockene Luft hilft Grippeviren zu überleben und sich zu verbreiten. In Monaten, in denen die Luftfeuchtigkeit gering ist, hat sie deshalb leichteres Spiel, das Immunsystem des Menschen zu überrumpeln.

“Der Zusammenhang ist überraschend stark”, sagt Jeffrey Shaman von der Oregon State University, der die Studie zum Zusammenhang zwischen Luftfeuchtigkeit und Influenza durchgeführt hat. “Wenn die absolute Luftfeuchtigkeit gering ist, lebt das Influenzavirus länger und die Übertragungsraten steigen.”

Zur Ermittlung des Risikos zogen die Wissenschaftler Daten von 20 verschiedenen Kombinationen von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit zu Rate. Danach ergab sich zwar, dass kalte Luft mit geringer Luftfeuchtigkeit die Grippeinfektion unterstützt. Aber die statistischen Werte – Übertragbarkeit 12 Prozent, Überlebensdauer der Viren 36 Prozent – waren zu gering, um zu erklären, dass Grippewellen vor allem im Winter stattfinden.

Erst als Shaman die absolute Luftfeuchtigkeit berechnete, fand er die Bestätigung. Denn bei geringer absoluter Luftfeuchtigkeit stieg die Übertragungsrate auf 50 Prozent und die Überlebenszeit der Viren auf 90 Prozent.

Der entscheidende Unterschied liegt in den Begriffen relativ und absolut. Grundsätzlich kann kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Ein Grund, warum die Luft im Winter trockener ist als im Sommer. So enthält die Luft an einem warmen Sommertag zwei- bis viermal so viel Feuchtigkeit wie im Winter.

Den Unterschied zwischen relativ und absolut beschreibt das Deutsche Ärzteblatt so: “Die relative Luftfeuchtigkeit beschreibt den Anteil der Flüssigkeit in der Luft im Verhältnis zur Sättigung. Die Sättigung steigt jedoch mit der Temperatur an. In einem 25° Grad warmen Zimmer ist bei 75 Prozent Luftfeuchtigkeit bedeutend mehr Wasser in der Luft enthalten als bei 5° Grad und 75 Prozent Luftfeuchtigkeit.“

WANC 11.02.09, Quelle: Oregon State University, Deutsches Ärzteblatt

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