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Elektronenmikroskopische Aufnahme von Influenza-Viren (Foto: Jan de Jong, Erasmus University Rotterdam)
Grippeschutzimpfung jetzt!

Bis spätestens Oktober sollte die Grippeschutzimpfung durchgeführt werden. Insbesondere Menschen mit bestimmten Krankheiten und über 60-jährige sich impfen lassen.

Jeden Winter sterben in Deutschland mindestens 5.000 bis 7.000 Menschen an den Folgen von Influenza. In der letzten "Saison" waren es schätzungsweise 12.000 bis 20.000. Dass die Influenza-Impfung alten Menschen bei Grippe-Wellen das Leben rettet, ist in diesem Sommer in einer niederländischen Studie bestätigt worden. Während einer leichten Grippe-Epidemie kam dabei ein verhinderter Todesfall auf 400 Geimpfte.

Bei dem "Integrated Primary Care Information Project" (IPCIP) des Erasmus Medical Centre in Rotterdam wurden seit 1992 insgesamt 485.000 Einwohner überwacht (Arch Intern Med 163, 2003, 1089). Von dieser Bevölkerungsgruppe waren 21.000 über 64 Jahre alt und - so das Einschlusskriterium - einmal während der Überwachungszeit beim Arzt gewesen. Bei den 8.911 Probanden aus dieser Gruppe mit Grippe-Impfung wurden während der Grippesaison 1996/97 die Sterberate registriert und die Ergebnisse mit den Daten von 8.911 Kontrollpersonen des gleichen Alters verglichen.

Obwohl bei den Geimpften ein Viertel mehr Patienten mit schweren chronischen Krankheiten wie Krebs, Lungenleiden oder Herzinsuffizienz waren - für sie ist die Impfung besonders wichtig und empfohlen - , gab es in dieser Gruppe 24 Prozent weniger Todesfälle als bei den Ungeimpften. Daraus wurde ein verhinderter Todesfall pro 400 geimpften Personen errechnet. Betrachtet man die Gruppe der chronisch Kranken für sich allein gab es hier unter den Geimpften sogar 33 Prozent weniger Todesfälle als bei den Ungeimpften. Pro 170 Impflinge wurde hier ein Todesfall verhindert.

Generell ist die Grippeimpfung allen Personen anzuraten, die sich vor einer Influenza in diesem Winter wirksam schützen wollen. Die Impfung sollte im Herbst, September bis Oktober, durchgeführt werden, da die meisten Krankheitsfälle zwischen Dezember und April auftreten. Nach der Impfung benötigt das Immunsystem etwa 14 Tage, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen.

Das Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Grippeimpfung bei Personen über 60 Jahren und bei chronisch Kranken. Zusätzlich sollten Beschäftigte mit erhöhter Gefährdung, zum Beispiel Tätigkeiten mit umfangreichem Publikumsverkehr oder im Gesundheitswesen, geimpft werden: zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem chronischen Grundleiden, wie Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Immundefizienz, HIV-Infektion, sollten sich ebenfalls impfen lassen.

Die Grippeschutzimpfung muss jedes Jahr erneuert werden. Grund ist die ständige Verände-rung der Viren. Deshalb wird der Impfstoff aktuell angepasst und wirkt dann gegen die gerade zirkulierenden Erreger.


WANC 09.03/DGK 

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