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Husten: Reinigung der Bronchien (Foto: Hermera)
Bei Erkältung: Abhusten erleichtern, Reizhusten stoppen

Gerade in der kalten Jahreszeit gehören Erkältungen mit Hustenreiz und Verschleimung der Bronchien fast schon zum Alltag. Dabei ist der Husten eine sinnvolle Einrichtung. Er befördert den von den Bronchien produzierten Schleim nach außen. Gleichzeitig werden damit auch eingedrungene Krankheitserreger entfernt.

Medizinisch wird dieser Husten als produktiv bezeichnet. Bestimmte Wirkstoffe können zusätzlich helfen, den Schleim zu verflüssigen, damit er sich nicht in den Bronchien festsetzt. Dadurch wird das Abhusten erleichtert und die Dauer der Erkrankung verkürzt.

Keine Reinigungsfunktion erfüllt dagegen der unproduktive, trockene Reizhusten. Er ist meist auf Entzündungen im Bereich der oberen Atemwege und des hinteren Rachenraumes zurückzuführen. Als Folge davon werden die "Hustenmelder" in den Schleimhäuten der Atemwege empfindlicher und lösen Husten aus, ohne dass sich Fremdkörper oder Schleim in den Bronchien befinden.

Anhaltender Reizhusten kann dem Körper schaden, denn die Luft wird durch das Zwerchfell mit extremem Druck bis zu Schallgeschwindigkeit aus der Lunge gepresst. Diese wiederholte mechanische Belastung kann die Schleimhaut der Bronchien verletzen, so dass die "Hustenmelder" schon auf den kleinsten Reiz hin reagieren. Dieser Kreislauf muss gestoppt werden, bevor er ernsthaften Schaden anrichtet.

Deshalb ist es sinnvoll, Reizhusten so lange zu dämpfen, bis sich die Schleimhäute beruhigt haben. Dazu eignen sich Hustenstiller mit den Wirkstoffen Clobutinol oder Dextromethorphan. Sie beeinflussen das im Gehirn befindliche Hustenzentrum und schützen so vor unproduktivem, schmerzhaftem Husten. Das natürliche Abhusten wird jedoch nicht behindert. Da diese Mittel müde machen können, sollten sie nicht während Tätigkeiten angewendet werden, bei denen man konzentriert sein muss. 

Das sollten Sie zusätzlich tun:

  • Viel Trinken. Das sorgt für feuchte Schleimhäute und löst den Schleim.
  • Atmen Sie durch die Nase. Das befeuchtet die Atemluft.
  • Sorgen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.
  • Meiden Sie Tabakrauch, auch passiv.

Zur Verbesserung des Flüssigkeitshaushalts eignen sich besonders Teezubereitungen aus Lindenblüte, Salbei oder Malve. Sie bilden auf den Schleimhäuten eine schützende, feuchte Schicht. Übrigens: Sollte der Hustenreiz im Liegen schlimmer werden, stellen Sie das Kopfende des Bettes etwas hoch.

WANC 20.02.04/dgk

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