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Pille
Nur noch eine statt drei – einfachere Therapie bei der HIV/Aids-Behandlung (Foto: ABDA)
3-in-1 HIV-Medikament zugelassen

Ein neues Medikament kombiniert erstmals drei Wirkstoffe für die Behandlung von HIV/Aids in einer Pille. Für betroffene Patienten erleichtert das die Therapie.

Die US-Arzneimittelbehörde (FDA) hat das Kombinationsmedikament in einem Schnellverfahren für Amerika zugelassen. Die Zulassung für Europa wird für kommendes Jahr erwartet. Zudem soll Atripla in 15 weiteren Ländern verfügbar sein, die zum Anti-AIDS-Programm PEPFAR gehören: Botswana, Äthiopien, Guyana, Haiti, die Elfenbeinküste, Kenia, Mosambik, Namibia, Nigeria, Ruanda, Südafrika, Tansania, Uganda, Vietnam und Sambia.

HIV-Experten betonen, dass immer mehr Patienten kombinierte Behandlungsansätze forderten. Das neue Medikament mit Namen Atripla wird von den Pharmaunternehmen Bristol-Myers-Squibb, Gilead Sciences Merck gemeinsam hergestellt. Es enthält eine Kombinationen der in Amerika und Europa häufig zur Behandlung eingesetzten Wirkstoffe Efavirenz, Tenofovir und Emtricitabin.

Derzeit ist diese Kombination nur in zwei Tabletten erhältlich: Sustiva (Efavirenz) und Truvada (Tenofovir und Emtricitabin). Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Pharmaunternehmen bedeutet, dass Patienten ein Medikament am Tag einnehmen können.

Die Anzahl der Tabletten, die HIV-Patienten täglich einnehmen müssen, ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Dadurch hat sich die Behandlung vereinfacht, bei der die vollständige Einnahme aller Medikamente eine entscheidende Bedeutung hat. Zusätzlich soll die Entstehung von resistenten Virenstämmen durch die unvollständige Einnahme der Medikamente verhindert werden.

Allerdings ist die neue Pille nicht ganz günstig. Sie wird wahrscheinlich mehr als 1.000 Dollar im Monat kosten.

Keith Alcorn vom National Aids Manual (NAM) betonte, dass es die Kombination aller HIV-Medikamente seine Grenzen hat. Denn manche der Wirkstoffe besitzen Eigenschaften, die nicht in einer Tablette vereint werden können.

WANC 17.07.06

AIDS: 40,3 Millionen Infizierte weltweit

HIV: Neuer Angriffs- punkt gefunden

 
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