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Ärzte bei Visite
Krankenhauspersonal: Ist häufig, ohne es zu wissen, Träger von MRSA und infiziert dann die Patienten
Infektionen in Krankenhäusern: Zunehmend machtlos

Krankheitskeime, gegen die jedes Antibiotikum machtlos ist, werden in deutschen Kliniken häufiger: Schon mehr als jede fünfte Infektion wird von einem multiresistenten Erreger wie dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) verursacht.

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) gelangen von infizierten Patienten in die Krankenhäuser und wird meist vom medizinischen Personal weiterverschleppt - aufgrund mangelhafter Hygiene oder weil sich der Keim monatelang unbemerkt in den Nasen-Rachen-Räumen aufhält und so auf weitere Patienten überträgt. Der MRSA-Anteil an Infektionen ist in den letzten Jahren in Deutschland von 15 auf über 20 Prozent angestiegen. Intensivpatienten, Patienten mit großflächigen Wunden, Diabetiker und Patienten aus Alters- oder Pflegeheimen sind besonders häufig betroffen. Ihre Behandlung kann sehr problematisch verlaufen, weil die Infektion ungehemmt voranschreitet.

Mit lückenlosen Hygienemaßnahmen könnte diese hohe Zahl deutlich verringert werden. Dies zeigt sich an europäischen Nachbarländern wie den Niederlanden, die diese bereits praktizieren. In Deutschland müssten in Zukunft Risikopatienten bei Einlieferung ins Krankenhaus auf solche Erreger untersucht werden. "Bei nachgewiesener Besiedlung mit MRSA sollten sie von anderen abgeschottet werden. Die Schaffung spezialisierter Stationen mit entsprechender baulicher, personeller und organisatorischer Ausstattung kann die Behandlung der Patienten verbessern und eine Übertragung innerhalb des Krankenhauses verhindern", fordert Prof. Dr. Volker Bühren, Ärztlicher Direktor der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau.

WANC 19.04.07

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