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Taubenhalter
Die Behörden versuchen die Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern (Foto: pte)
Vogelgrippe: Breitet sich weiter aus

Die Vogelgrippe ist weiter auf dem Vormarsch. Während auf Rügen immer mehr mit dem gefährlichen Virus infizierte Schwäne entdeckt werden, sind nun auch in Mecklemburg-Vorpommern die ersten kranken Vögel aufgetaucht. Und die Ausbreitung schreitet weiter voran.

Es hat lange gedauert. Für viele zu lange. Jetzt endlich hat die Landrätin Kerstin Kassner auf Rügen der Notstand ausgerufen. Militär und Polizei sind ausgerückt, um dem gefährlichen H5N1-Virus Einhalt zu gebieten. Inzwischen wurden sollen alle verendeten Tiere eingesammelt worden sein. Aus Sicherheitsgründen werden Autos, die die Insel verlassen und betreten desinfiziert. Und auf einem im Sperrgebiet liegenden Geflügelhof wurden 10.000 Hühner notgeschlachtet. All das soll helfen, um das Übergreifen des Virus auf den Tierbestand von Züchtern zu verhindern.

Immer schlimmer wird das Ausmaß der Ausbreitung des Virus. Bei bisher rund 80 Schwänen haben die Labors den Grippevirus fest gestellt. Doch mittlerweile haben wahrscheinlich eine Möwe und ein Bussard das Virus auf das Festland getragen. Bereits in zwei Fällen wurde H5N1 auch bei toten Vögeln in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt.

Doch Deutschland ist nicht das einzige europäische Land, das im Bann des Grippevirus steckt. Nach der Türkei, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Slowenien und Italien wurden infizierte Tiere jetzt auch in Österreich und Frankreich gefunden. Derweil breitet sich die Vogelgrippe in Asien weiter aus. Am Samstag wurde der H5N1-Erreger erstmals in Indien nachgewiesen, wie die Regierung des Unionsstaates Maharashtra mitteilte. In der Umgebung der Stadt Navapur sollen in den vergangenen zwei Wochen mindestens 30.000 Hühner verendet sein.

Die Zahl der an Vogelgrippe gestorbenen Menschen hat sich mittlerweile auf 91 erhöht. Mitte Februar erlag ein junger Indonesier der Krankheit. Die Opfer kommen alle aus den Regionen Asiens oder der Türkei.

Derweil streiten sich deutsche Behörden über die Vorsorge. Das Robert Koch Institut (RKI) bemängelt jedenfalls, dass Deutschland nicht ausreichend auf eine mögliche Vogelgrippe-Pandemie vorbereitet ist. Laut des Nationalen Pandemieplans sollten für 20% der Bevölkerung antivirale Medikamente beschafft werden. Doch Kritikel bemängeln, dass für maximal 6% - wobei die einzelnen Bundesländer unterschiedliche Vorsorge getroffen haben – Vorräte angeschafft wurden.

WANC 20.02.06

 
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