Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: Emory University
Die Mikronadeln bevor sie den Impfstoff in die Haut abgeben (oben), eine Minute (Mitte) und fünf Minuten (unten) nach dem Aufkleben (Foto: Emory University)
Impfen mit dem Impf-Pflaster

Sieht so die Zukunft des Impfens aus? Statt einer Spritze bekommt man ein Pflaster auf die Haut geklebt. Die in das Pflaster eingearbeiteten winzig kleinen Nadeln geben dann den Impfstoff in den Körper ab. Diese Form soll das Impfen schneller, sicherer und einfacher machen.

Das Pflaster passt auf die Kuppe eines Fingers. Aus ihm heraus stehen winzig kleine Nadeln, die wie mikroskopisch kleine Pyramiden aussehen. Wenn die Wissenschaftler der 
Emory University und des Georgia Institute of Technology sich nich irren, dann könnte dieses Impf-Pflaster das Impfen völlig verändern. Denn durch das Pflaster wird der Einsatz von Injektionsnadeln überflüssig. Letztlich kann sich mit dem Impf-Pflaster jeder selbst impfen. Auch die Wirksamkeit der Immunisation soll deutlich effektiver werden.

Das Pflaster enthält Mikronadeln, die den Wirkstoff in der Haut freisetzen. Jedes Pflaster enthält 100 Mikronadeln, die nur 0,65 Millimeter lang sind. Sie dringen in die äußeren Hautschichten ein und lösen sich beim Kontakt auf. Danach bleibt nur die Haftschicht übrig, die wie ein normales Pflaster entfernt werden kann. Schäden entstehen nicht, weil nichts Scharfes, was Verwundungen hervorrufen könnte, zurück bleibt.

Wissenschaftler der 
Emory University und des Georgia Institute of Technology haben das Pflaster an Mäusen bereits getestet. Dafür wurden die Nadeln mit einem Grippe-Impfstoff aufgeladen. Eine Gruppe Mäuse erhielt den Impfstoff mit herkömmlichen subkutanen Impfunden, eine erhielt das Pflaster. Pflaster ohne Impfstoff wurden bei einer dritten Gruppe von Versuchstieren angebracht.



Foto: Jeong-Woo Lee, Georgia Tech

Jedes Pflaster enthält 100 Mikronadeln, die nur 0,65 Millimeter lang sind (Foto: Jeong-Woo Lee, Georgia Tech)

Nach 30 Tagen wurden alle Tiere mit einem Grippevirus infiziert. Die beiden geimpften Gruppen blieben gesund, während die nicht geschützten Tiere erkrankten. Weitere mit dem Impf-Pflaster behandelte Tiere wurden nach erst nach drei Monaten mit Grippe angesteckt. Es zeigte sich, dass das Pflaster bei den Tieren eine bessere Immunreaktion hervorzurufen schien. „In der Studie haben wir nachweisen können, dass die sich auflösenden Mikronadeln im Pflaster mindestens so gut wenn nicht besser gegen Grippe schützen wie die herkömmliche Impfung,“ freut sich Prof. Mark Prausnitz von der Georgia Tech School of Chemical and Biomolecular Engineering.

Sollten weitere Tests ebenfalls erfolgreich verlaufen, könnte nicht nur die Ausbildung für die Verabreichung von Impfungen überflüssig werden, sondern auch der Schmerz bei der Injektion wegfallen. „Wir stellen uns vor, dass die Menschen sich das Pflaster bei der Apotheker holen und dann selbst zu Hause aufkleben,“ betont Sean Sullivan vom Georgia Institute. Groß angelegte Impfaktionen zum Beispiel während einer Pandemie wären ebenfalls laut BBC entscheidend einfacher durchzuführen. Es wird gehofft, dass nicht nur Impfungen gegen Grippe möglich sein werden. Ziel ist es, dass die Kosten des Pflasters jene einer Impfung mit der Nadel nicht übersteigen sollen.

WANC 20.07.10, Quelle: Georgia Institute of Technology, Emory University, Nature Medicine

Impfkomplikationen: Bundesbehörden geben erstmals Daten frei

Reiseimpfungen nicht vergessen

Fragen und Antworten zu verschiedenen Gesundheitsthemen
Welche Obstsorte hat den größten Einfluss auf den Blutzucker?

Wann treten Hitzewallungen in den Wechseljahren am häufigsten auf?

Warum verursachen die Schmerzmittel ASS, Diclofenac und Ibuprofen manchmal Magenprobleme?

Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

Wie beginnt eine Schizophrenie?

Überblick aller Fragen und Antworten

 
Seite versenden  
Seite drucken