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Tablette
Antibiotika werden zu oft verschrieben
Jeder fünfte Deutsche immun gegen Antibiotika

20% der Deutschen reagieren nicht mehr auf Antibiotika. Der häufigste Grund für die Misere: Ärzte verschreiben die Medikamente zu häufig und falsch.

Antibiotika bleiben immer häufiger wirkungslos: Jeder fünfte Deutsche hat bereits eine Immunität gegen herkömmliche Antibiotika entwickelt. Selbst die so genannten "Reserve-Medikamente", die für Notfälle gedacht sind und bei schweren Infektionen helfen sollen, bieten keine sichere Hilfe mehr. Denn viele Infekte sprechen selbst auf diese "harten" Antibiotika nicht mehr an.

Ein Grund für die Misere ist das leichtfertige Verordnungsverhalten der Ärzte, berichtet die Zeitschrift VITAL. So verschreiben sie in 80 Prozent der Erkältungsfälle Antibiotika, obwohl die Präparate nur gegen Bakterien nicht aber gegen Viren wirksam sind. "Dieses Verordnungsverhalten geht vollkommen an der für die Antibiotika-Behandlung wichtigen Regel vorbei: so wenig wie nötig und so gezielt wie möglich", betont Professor Winfried Kern vom Universitätsklinikum Freiburg.

Bei Erkältungen, Schnupfen, akuter Bronchitis oder Halsschmerzen nutzten die Medikamente deshalb auch oft nichts. Und obwohl auch eine Grippe nicht mit Antibiotika geheilt werden kann, steigt die Zahl der Verschreibungen mit der Grippewelle jährlich um bis zu 70 Prozent.

Für Patienten ist es wichtig, einige Regeln bei der Einnahme zubeachten. So sollte man die Einnahme nicht vorzeitig abbrechen, auch wenn man sich besser fühlt. Die Präparate sollten regelmäßig in der vorgeschriebenen Dosis eingenommen und keinesfalls für "das nächste Mal" aufbewahrt werden. Und wegen möglicher Wechselwirkungen sollte man sich während der Therapie nicht impfen lassen. Bei der Einnahme von Kalzium- , Eisen- und Magnesium-Präparaten ist es wichtig, einen zeitlichen Abstand von zwei Stunden einzuhalten. Das gilt übrigens auch für die Antibabypille.

WANC 21.02.06

 
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