Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: Novartis Behring
Abfüllung des H1N1- Monobulk-Impfstoffs nach der Ultrafiltration in ein Sammelgefäß (Foto: Novartis Behring)
Schweinegrippe: Wie gefährlich wird das Virus?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass sich eine Pandemie der Neuen Grippe nicht mehr aufhalten lässt. Doch nach Einschätzung der Organisation wird es mehrere Wellen geben. Und mit jeder soll die Gefährlichkeit des Virus steigen. Das könnte schon jetzt passiert sein, das der Erreger einen Vogel infiziert hat.

Vor der zweiten heftigen Schweinegrippe-Welle und einer damit verbundenen zweiten Erkrankungswelle warnt lautstark WHO-Chefin Margaret Chan. In einer Videobotschaft zum Auftakt eines dreitägigen Treffens von Experten aus dem asiatisch-pazifischen Raum in Peking sagte Chan: „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob das Schlimmste vorbei ist oder ob das Schlimmste noch kommt. Wir müssen aber auf jede Überraschung vorbereitet sein, die dieses Virus uns noch bereitet. Und wir müssen uns auf eine zweite oder sogar eine dritte Welle der Ausbreitung vorbereiten." Bei vergangenen Pandemien habe es meist mehrere Wellen gegeben, betonte Chan.

Die WHO könnte recht behalten. Denn mittlerweile scheint das Virus weiter mutiert zu sein. Nach Angaben der chilenischen Landwirtschaftsbehörde ist das Schweinegrippevirus H1N1 das erste Mal bei Puten entdeckt worden. Damit ist das Virus zum ersten Mal bei anderen Lebewesen als Menschen oder Schweinen nachgewiesen worden. Die Behörde teilte mit, der Erreger sei in zwei Gruppen von Tieren auf einer Farm nahe der Hafenstadt Valparaiso entdeckt worden. Um eine Ansteckung von Menschen zu verhindern, seien umgehend Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet worden.

Bis zum 13. August waren nach WHO-Angaben weltweit 182.166 Menschen mit dem H1N1-Virus infiziert, fast 1800 Menschen sind daran gestorben. In Deutschland sind dem Robert Koch-Institut bis zum 20.08.2009 insgesamt 13.740 Fälle der Neuen Grippe (Influenza H1N1/2009) übermittelt worden. Gegenüber der letzten Aktualisierung (19.08.2009) wurden 560 Fälle neu übermittelt. Der Anstieg wird nach wie vor hauptsächlich durch Reiserückkehrer verursacht, die nach Rückkehr aus dem Urlaub mit neuer Influenza gemeldet werden (431 Fälle), 129 Fälle wurden in Deutschland erworben.

Inwieweit eine Impfung überhaupt sinnvoll ist, bleibt weiter umstritten. Vor allem vor unvorhersehbaren Nebenwirkungen insbesondere bei Kindern wird gewarnt. Umstritten ist auch, ob der Impfstoff wie geplant im Oktober und in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Zwar widersprach das Gesundheitsministerium Presseberichten, wonach die Lieferung gefährdet sei. Doch immerhin gesteht das Ministerium ein, dass sich das Viurs nur langsam vermehren lasse. Aber das sei hinlänglich bekannt.

WANC 24.08.09/ Quelle: WHO, tagesschau.de, Berliner Zeitung

Schweinegrippe: Mehr Infektionen, aggressiveres Virus

Schweinegrippe: Die große Angst

Schweinegrippe: Unaufhaltsam und gefährlich

 
Seite versenden  
Seite drucken