Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 


World Economic Forum: Unternehmen müssen das HIV/Aids Risiko erkennen und Bewältigungsstrategien entwickeln (Foto: WEF)
Unternehmen: Kaum Reaktion auf HIV/Aids

Die meisten Unternehmen reagieren zu wenig und zu spät auf HIV/Aids, das zeigt ein Bericht des World Economic Forum (WEF). Das Interesse an dem Problem ist in den letzten 12 Monaten um 23 Prozent gesunken. Und die meisten westeuropäischen Firmen erkennen es als solches gar nicht.

Unternehmen machen keine Pläne für den Umgang mit HIV/Aids bis nicht 20 Prozent der Menschen in einem Land betroffen sind. Zu diesem Ergebnis ist ein Bericht des World Economic Forum (WEF) , der Harvard University und der UN aids agency gekommen. Zu wenige Unternehmen reagierten proaktiv auf die sozialen und wirtschaftlichen Bedrohungen, erklärte Kate Taylor, Leiterin der weltweiten Gesundheitsinitiative des WEF. Fast 9.000 Führungskräfte in 104 Ländern wurden zum Thema Unternehmen und HIV/Aids hinsichtlich Engagement und Aktivitäten befragt. Laut Taylor werde zu wenig zu spät unternommen.

Der Bericht zeigt, dass ungeachtet der Tatsache, dass täglich 14.000 Menschen mit HIV/Aids angesteckt werden, das Interesse bei Unternehmen in den letzten 12 Monaten um 23 Prozent zurückgegangen ist. 71 Prozent der Befragten verfügen über keine Strategien um der Krankheit entgegenzutreten. Mehr als 65 Prozent der Führungskräfte konnten keine Angabe zum Ausmaß der Verbreitung von HIV unter ihren Mitarbeitern machen.

In Schwarzafrika verfügen auch in Ländern mit einer HIV-Rate von 10 - 19 Prozent nur rund sieben Prozent der Unternehmen über formale Strategien gegen HIV/Aids. Diese Kluft ist in China, Äthiopien, Indien, Nigeria und Russland noch größer. In diesen Ländern werden bis 2010 die weltweit höchsten Zuwachsraten erwartet.

In Westeuropa scheint das Thema so gut wie gar nicht angekommen zu sein. Auf die Frage, ob HIV/Aids Einfluß auf die Geschicke des Unternehmens haben werde, antworteten 87% der befragten Unternehmensbosse, dass sie überhaupt keine Auswirkungen erwarten. Und 80% glauben, dass das auch in Zukunft so bleibt. 78% gaben an, keine spezielle Unternehmensrichtlinie zu diesem Thema zu besitzen und 88% sind sicher, dass das auch richtig so ist.

Der WEF Bericht kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen ihr HIV/Aids Risiko erkennen und entsprechende lokale Strategien zur Bewältigung entwickeln müssen. Entscheidend sei dabei laut WEF, ein Vorgehen, das auf Nichtdiskriminierung und Vertraulichkeit basiert.

WANC 25.01.05

Der Bericht des WEF (PDF in Englisch)

Aids: Aufklären und vorbeugen

Das Gesicht von AIDS wird weiblich

 
Seite versenden  
Seite drucken