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Jede fünfte Zecke kann beim Blutsaugen Borrelien übertragen (Foto: Autan)
Zecken: Ein Biss kann fatal sein

Das Vermeiden von Zeckenstichen ist der einzige wirksame Schutz vor der durch Zecken übertragenen Borreliose. Unerkannt und dann auch unbehandelt kann diese Erkrankung zu chronischen Gelenkbeschwerden und neurologischen Veränderungen führen.

Im Jahr 2004 wurden insgesamt 274 FSME-Erkrankungsfälle gemeldet, die der gültigen Falldefinition (Referenzdefinition) des Robert Koch Institut RKI entsprachen (zum Vergleich: 2003: 276 FSME-Fälle; Stand: 13.04.05). Bei 254 Fällen konnte der Infektionsort zugeordnet werden. Spitzenreiter sind Baden-Württemberg
122 (48,0 %) und Bayern
99 (39 %).

Fast alle bisher als FSME-Risikogebiet ausgewiesenen Kreise bleiben weiterhin bestehen. Neu hinzugekommen
 sind in Bayern der LK Neu-Ulm, der LK Schweinfurt, der LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge, der Stadtkreis (SK) Amberg, der SK Schwabach und der SK Würzburg; in Baden-Württemberg der SK Heidelberg; in Hessen der LK Offenbach.

Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa. Etwa jede fünfte Zecke in Deutschland ist mit Borreliose-Erregern infiziert. Viele wissen zwar, dass Zecken die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) übertragen, unterschätzen aber das Risiko, sich mit Borrelien zu infizieren.

Den Erreger, ein Bakterium namens Borrelia, kann man sich überall in Deutschland, von der Nordsee bis zu den Alpen, einfangen. Die Bakterien leben im Darm von Zecken und gelangen beim Saugakt in die Stichwunde. Europaweit ist Borreliose die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit. In Deutschland erkranken jährlich bis zu 100.000 Bundesbürger neu. Die Folgen können fatal sein.

Meist beginnt die Krankheit mit einer sich kreisförmig ausbreitenden Hautrötung um die Einstichstelle (Wanderröte). Borreliose lässt sich im Frühstadium gut mit Antibiotika behandeln. Wird die Infektion nicht erkannt, und das ist gar nicht selten, kann es zu chronischen Verläufen mit Gelenkbeschwerden, neurologischen Veränderungen oder Lähmungen kommen. Eine Behandlung im Spätstadium ist oftmals langwierig und schwierig.

Eine Infektion kann zu starken chronischen Gelenkbeschwerden und neurologischen Veränderungen führen. Während man sich gegen FSME impfen lassen kann, steht ein solcher Schutz gegen Borreliose nicht zur Verfügung.

Tipps vom Deutschen Grünen Kreuz: So beugen Sie Zeckenstichen wirksam vor  

Tragen Sie lange Kleidung
Zecken wird dadurch das Auffinden einer geeigneten Stichstelle zumindest erschwert. Zu Hause sollte man die Kleidung sorgfältig ausschütteln oder in den Wäschetrockner stecken. In der Kleidung versteckte Zecken werden durch trockene Hitze abgetötet. Bevorzugen Sie geschlossene Schuhe. Stecken Sie die Hose zudem in die Strümpfe. Auch das erschwert den Parasiten den Zugang zur nackten Haut.

Tragen Sie ein Zeckenschutzmittel auf
Kleidung allein hält die Parasiten nicht sicher ab. Denn auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle krabbeln die Plagegeister oft stundenlang umher – und geraten so auch unter die Kleidung. Daher sollten zumindest Arme und Beine zusätzlich mit einem wirksamen Zeckenschutzmittel eingerieben werden, auch unter den Kleidern. Doch viele Mittel halten nicht, was sie versprechen. Die Stiftung Warentest beurteilte 12 von 18 getesteten Zeckenschutzmittel lediglich als ausreichend oder sogar mangelhaft (Test 4/2001). Als zuverlässiger Wirkstoff, Zecken die Lust auf ihren Lebenssaft zu verderben, hat sich beispielsweise Icaridin erwiesen. Sprechen Sie Ihren Apotheker darauf an.

Suchen Sie nach Aufenthalt im Freien den Körper nach Zecken ab
Vergessen Sie dabei nicht den Kopf, die Ohren und den Rücken. Zecken suchen besonders gerne dort nach einer geeigneten Stichstelle, wo die Haut warm, feucht oder dünn ist: also beispielsweise in den Kniekehlen, Leisten oder Achselhöhlen. Bei Kindern befinden sich Zecken häufig an Kopf oder Hals. Achten Sie beim Absuchen auch auf die winzigen Larven, die häufig übersehen werden.

Meiden Sie im Freiland Stellen, an denen sich Zecken besonders wohl fühlen
Zecken halten sich in der Vegetation bis maximal 1,5 Meter Höhe auf. Sie benötigen mindestens 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Daher sind sie in Gewässernähe und in der Krautschicht im Wald besonders häufig zu finden. Achten Sie darauf, dass Sie beispielsweise beim Joggen oder Wandern nicht an hohen Gräsern oder Kräutern vorbeistreifen..

WANC 26.04.05

Verbreitungsgebie- te Karte (PDF)

Bericht des RKI (PDF)

 
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